Würfelsocken

Vor ein paar Tagen habe ich voller Entsetzen festgestellt, dass meine Lieblings-Restesocken kaputt sind. Unrettbar kaputt. Natürlich die Roten, hätte ja auch ein anderes Paar sein können, das wäre vielleicht weniger schlimm gewesen. Vielleicht. Nun ja. Selbstverständlich musste ich sofort beginnen, nach roten Resten zu suchen und ein neues Paar zu stricken.
Aber nur schlichte Socken aus roten Resten wäre langweilig gewesen, also habe ich auf eine Idee zurück gegriffen, die ich im vergangenen Jahr beim Spinntreffen schon einmal angeregt habe und die uns allen sehr viel Spaß gemacht hat: alle Reste wandern in einen undurchsichtigen Beutel, und werden nacheinander gezogen. Die Anzahl der Reihen wird mit zwei Würfeln festgelegt (also immer mindestens zwei, maximal 12 Reihen werden je Farbe gestrickt.)
Wer unbedingt identische Socken haben möchte, strickt beide Socken parallel, wem das egal ist, der bekommt kunterbunte und total unterschiedliche Socken. Bei mir ist lediglich für die bessere (Paar-)Zuordnung das Bündchen bei beiden Strümpfen gleich, der Rest darf schon bunt sein.

Würfelsocken
Auf diesem Foto ist das Bündchen nicht zu sehen, es ist aber dunkelgrau. Und ich habe keine undurchsichtige Tüte genommen, so viele Reste, dass das sinnvoll gewesen wäre, habe ich dann doch auf die Schnelle nicht gefunden. Die Ferse habe ich nicht ausgewürfelt, sondern in einem Garn gestrickt, so ist es auch für die Spitze geplant. Die Farben der Sockenwolle sind auf dem Bild nicht richtig wiedergegeben, sie ist eher wirklich rot und weniger pink. Aber meine Würfel! Die sind tatsächlich pink. Und ich mag sie sehr.

Probiert das mit dem Würfeln ruhig mal aus, es macht viel Spaß.

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Entrelac-Schal

Natürlich wird hier auch immer mal wieder etwas fertig, auch wenn ich immer noch nur selten zum Bloggen komme. Schon länger fertig und auch schon vor einiger Zeit fotografiert, schlummert hier immer noch der Entrelac with Tassels-Schal mit nicht gezeigten Bildern. Ich liebe diesen Schal und werde das Muster mit Sicherheit nicht zum letzten Mal gestrickt haben. Tatsächlich liegt hier schon die Wolle für das nächste Modell. Aber jetzt erst mal Bilder für die von Euch, die das Muster noch nicht kennen.
Entrelac 2
Das ist fast der komplette Schal. Gestrickt aus drei Zauberbällen „Frische Fische“ und einem unifarbenen roten Knäuel von Regia für den Rand und die Fransen.
Entrelac 3
Wenn man einmal verstanden hat, wie das mit dem Stricken funktioniert, ist es ganz einfach. Allerdings ziehen sich die letzten Reihen doch ganz schön. Hilfreich ist, wenn man sich bei Youtube ein Video sucht, in dem das Rückwärts-Stricken erklärt wird und man das versucht. Ich habe es nicht hinbekommen, weil ich einfach zu ungeduldig war und keine Lust hatte, die schon rückwärts gestrickten Reihen noch einmal zu ribbeln und gleichmäßiger zu stricken. Ich habe das Strickstück immer wieder gewendet, auch wenn das bei den wenigen Maschen, die man gerade immer nur in Arbeit hat, schon manchmal nervig war. Beim I-Cord-Rand habe ich mein eigenes Ding gemacht. Die Aussicht auf gefühlte Kilometer I-Cord fand ich so gräßlich, dass ich mir sicher war, das tolle Tuch würde umgehend zum UFO mutieren. Also habe ich einfach aus den Rändern Maschen aufgenommen und glatt rechts gestrickt. Nach innen rollt es sich damit ja ganz von alleine und dass statt rechter nun linke Masche nach außen zeigen, stört mich nicht. Und fällt in der Regel noch nicht mal wirklich auf. Dafür ging es ziemlich schnell und das Tuch wurde zügig fertig.
Entrelac 1
Entrelac ist einfach eine faszinierende Stricktechnik und ergibt immer wieder tolle Effekte. Dabei ist es tatsächlich leicht zu stricken.
Das Muster ist ein Kaufmuster mit dem Namen „Entrelac with Tassels“ und über Ravelry zu beziehen.

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Konstanzer Socken

Im April war ich für ein Wochenende am Bodensee, gemeinsam mit einer lieben Freundin und um liebe Freunde zu treffen. Wie fast immer, wenn ich mit dem Zug unterwegs bin, habe ich natürlich gestrickt. Socken. Die gehen immer, sind klein und leicht und einfach bestens für unterwegs. Im Moment habe ich total viel Spaß daran, wieder neue Sockenmodelle zu entwerfen und auf dem laaaaaangen Weg nach Konstanz habe ich sogar zwei Entwürfe dabei gehabt. Beide sind von der Strickweise fast gleich, wirken aber trotzdem unterschiedlich. Ich konnte mich nicht entscheiden, welches Muster mir besser gefiel, so habe ich beide fertig gestrickt und Anleitungen dazu geschrieben. Zeit genug war ja dazu, es dauert eben doch eine ganze Weile, um Deutschland von Norden nach Süden fast komplett zu durchqueren.
Wie so oft gibt es die Anleitung jetzt erst mal nur hier im Blog. Erst wenn die englische Übersetzung fertig ist, wandert das Muster auch zu Ravelry. Ich hoffe, ich komme im Urlaub mal dazu, ein paar Übersetzungen zu machen.
Seid Ihr nun neugierig auf das Muster? Dann schaut doch  mal:
Konstanzer Muster 2 klein
Und noch mal ein Nah-Aufnahme von dem Muster:
Konstanzer Muster 1 klein
Das Muster findet Ihr zum Herunterladen jetzt hier. (Ich hoffe, das funktioniert einwandfrei, Dropbox ist noch neu für mich.)
Habt viel Spaß beim Nachstricken.

 

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Urlaub

U-R-L-A-U-B: ist das nicht ein tolles Wort? Und eine noch viel tollere Zeit? Aufstehen, wenn man ausgeschlafen hat und nicht wenn der Wecker klingelt (auch wenn sich das vielleicht nicht großartig unterscheidet), rumtrödeln und lange frühstücken, ein paar Dinge erledigen – oder auch nicht -, essen, wenn man  Hunger hat – auch  mal auswärts -, lesen, spinnen, stricken. Ein schönes Gefühl.
In meiner ersten Urlaubswoche hatte ich noch einiges an Terminen, damit bin ich aber jetzt weitestgehend durch, und schaue einfach, was sich so ergibt. Natürlich habe ich Ideen und vage Pläne (eins meiner Dauer-UFOs soll endlich fertig werden, zwei angefangene Strickstücke wenn möglich auch und ein weiteres  UFO soll vorwärts gehen, ein paar Bücher sind aus dem Regal auf den Lesestapel gewandert und zwei habe ich tatsächlich noch neu dazu bestellt), aber wenn das alles nicht klappt, ist es auch okay. Ist ja schließlich Urlaub.
Das Wetter ist mir egal, ich kann mich auch im Haus beschäftigen und dieser Sommer mit der konstant exorbitant hohen Luftfeuchtigkeit geht mir ohnehin eher auf die Nerven. Ich sitze dann lieber auf dem Sofa, schaue in den Garten und freue mich an den vielen verschiedenen Grüntönen und an den lustigen, kleinen Vögeln, die immer mal wieder vorbeischauen.

Ich bin dann mal genießen 🙂

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Erleichtert …

… bin ich gerade. Nachdem ich mich wochenlang mit dem neuen Adventskalenderschal gequält habe und es mehr zurück als voran ging, ist nun offensichtlich der Knoten geplatzt. Plötzlich läuft es, die Muster passen und die Freude am Stricken ist zurück. Ich freu mich darüber.

Es läuft gerade auch in anderen Bereichen. Natürlich nur den kreativen, man darf ja auch nicht zuviel erwarten. Ich habe viele Ideen, mache Notizen und Pläne, zeichne sogar mal Entwürfe (das ist ein Novum, bislang habe ich das noch nie gemacht) und bin frohen Mutes, dass ich in diesem Jahr noch ganz viel geregelt kriege. Vielleicht ist das der Ausgleich für den Körper, der in diesem Jahr so überhaupt nicht zur Ruhe kommt und der für mein Gefühl viel zu oft heftige Schmerzen macht. Ihr wisst ja, irgendwas ist immer.

Sollte ich mich die Tage mal aufraffen können und endlich mal die Knipskiste anwerfen, dann dürft Ihr Euch auch auf gleich drei(!) neue Entwürfe freuen, die nämlich schon fertig sind. Die erscheinen wieder erst hier auf dem Blog, und landen dann bei Ravelry, wenn die englische Übersetzung geschrieben ist. Zwei oder drei weitere Entwürfe sind schon fertig, müssen aber noch mal gestrickt werden. Ein paar zusätzliche Arme wären schon toll. Wobei mir gerade einfällt …. es gab da doch mal … ich geh mal nach der Anleitung suchen … vielleicht kann ich Abhilfe schaffen … bis demnächst in diesem Theater …

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Pfingsten …

… ist in diesem Jahr schon lange vorbei, aber die Pfingstrose im heimischen Garten blüht erst jetzt. Soll sie doch auch, woher soll sie wissen, dass Pfingsten in diesem Jahr so früh war. Außerdem war es lange  ziemlich kalt, da würde ich auch fünf Mal überlegen, wann ich blühe. Aber jetzt erfreut sie mich mit ihren tollen Blüten und ich könnte den ganzen Tag im Garten stehen und sie anschauen. Wollt Ihr auch mal?

Pfingstrose 2

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Lac Dye

Über „Lac Dye“ hatte ich bislang wenig gehört. Ich wusste, dass das einen Farbstoff bezeichnet, und dass es irgendwas mit Schellack zu tun hat. Woher das kommt, wie man das gewinnt oder wie das hergestellt wird – das alles wusste ich nicht. Bis zu der Mail von Dorothea Fischer. Dorothea und ich kennen uns schon sehr lange. An ihrem Maiglöckchen-Buch war ich damals beteiligt und andere Bücher von ihr habe ich für sie Korrektur gelesen. Eine sehr schöne und  herzliche Zusammenarbeit, die ich nicht missen möchte.
Da kam also eine Mail von Dorothea. Ob ich  mir ihr neues Buch mal anschauen möchte. Natürlich wollte ich das und so kamen erste Bilder und Texte, dann Bilder vom  Umschlag, schließlich dann das komplette Buch. Und ich bin begeistert. Dorothea ist ja als Naturfärberin weltweit bekannt und wenn ich in einem ihrer Färbebücher stöbere, bin ich immer wieder versucht, das Färben mit Naturfarben doch noch anzufangen. Und dieses neue Buch von ihr beschäftigt sich dann auch noch mit meiner Lieblingsfarbe „rot“. Ich las also und erfuhr von den Schellack-Läusen und wie Dorothea sie nach jahrelanger Suche gefunden hat. Ich las über Verbreitung und Verwendung und sah wunderschöne Bilder von Rotfärbungen, die Dorothea gemeinsam mit Anderen ausprobiert hat. Ausführliche Informationen, aber niemals langweilig. Und diese Farben … einfach traumhaft. Rezepte und Bezugsquellen für dieses ungewöhnliche Material runden das Buch ab. Natürlich gibt es auch Strickanleitungen, so gut und ausführlich wie man sie von Dorothea Fischer eben kennt.

Ich bin total begeistert von diesem Buch und blättere immer wieder darin herum. Ich hoffe, ich habe bald die Gelegenheit, mir die tollen Farben im Original anzuschauen. Schaut mal in das Buch, vor allem wenn Ihr Interesse an Naturfarben habt.

Buch-LacDye-Vorderseite-klein

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Mustersocken-Knitalong

Vor zehn Jahren haben wir unseren Mustersocken-Knitalong im Mai beendet. Das letzte Muster, dass ich dafür entworfen hatte, erschien im April 2006. Die Muster waren über lange Zeit alle noch über meine Musterseite erhältlich, bis ich ja Ende letzten Jahres entschied, die Seite völlig neu zu machen. Inzwischen stehen alle Muster in Deutsch und Englisch bei Ravelry zur Verfügung, auch die, die dort noch nicht gelistet waren.

Beim Durchblättern und beim teilweisen Überarbeiten der Muster habe ich tatsächlich Lust bekommen, noch einmal Modelle davon zu stricken. Wie gut, dass handgestrickte Socken nicht so fürchterlich der Mode unterworfen sind und man sogar jahrzehntealte Muster immer noch nachstricken kann und sie tatsächlich nach was aussehen.

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7 Anläufe für 3 Knäuel

Vor einiger Zeit habe ich – sozusagen aus der Not heraus – drei Knäuel Sockenwolle gekauft. Ich war unterwegs und es zog sich länger hin, als ich erwartet und eingeplant hatte und so musste kurzfristig ein Strickzeug her. Beim Wolldealer meines Vertrauens kaufte ich also eine Nadel, die drei Knäuel Sockenwolle und nahm noch eine Anleitung mit. Dann begann ich zu stricken. Das erste Knäuel war zur Hälfte verstrickt, als mir Tage später auffiel, dass Garn und Muster nicht zueinander passten. Ich habe geribbelt. Und neu begonnen mit einem anderen Muster. Auch das fand keine Gnade vor meinen Augen. Gut, wenn Stricken nicht passt, dann eben häkeln. Als das erste Knäuel fast komplett verhäkelt war, gefiel mir auch das nicht. So ging das also insgesamt sechs Mal. Das erste Knäuel sah schon ein wenig ramponiert aus, als ich im siebten Anlauf die Häkelnadel und ein neues Muster nahm. Schon nach wenigen Reihen war klar, dieses Garn hatte seine Bestimmung gefunden. Und je länger ich gehäkelt habe, desto begeisterter war ich von dem, was ich da machte.
Häkeltuch 3
Die teilweise neonleuchtenden Farben passen hier gut zusammen und stören mich auch nicht mehr. Das Muster ist einfach und schnell zu häkeln. Und das Tuch bekam mit ca, 200 cm Breite und ca. 70 cm Höhe eine schöne Größe. Außen rum gab es einfach eine Runde mit festen Maschen. Auch wenn sich die letzten Reihen ziemlich zogen, würde ich das Tuch auf genau diese Weise wieder häkeln.
Häkeltuch 1
Häkeltuch 2

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Charlotte Brontë und das Stricken

Als ich am vergangenen Wochenende den Beitrag über Charlotte Brontë recherchiert und geschrieben habe, saß ich bei Scones und Tee am Tisch. Sozusagen als Einstimmung.
Bronte 2
Daneben lagen das Buch und das aktuelle Strickzeug, ein UFO, dass ich vor einigen Wochen hervorgeholt hatte, um es nun endlich mal fertig zu stricken. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich noch nicht an den anstehenden Geburtstag der Charlotte Brontë, hatte mir aber schon das Tuch, dass ihren Namen trägt, ausgesucht.
Dieses quadratische Tuch findet sich im Original auch im Brontë-Museum. Es wird Charlotte zugeordnet, ob sie es tatsächlich getragen hat, weiß man natürlich nicht mehr. Vor einigen Jahren wurde es von einer Designerin nachgestrickt und die Anleitung wurde zugänglich gemacht.
Über ein Bild für das Tuch war ich vor Jahren mal irgendwo gestolpert. Damals war es gar nicht so einfach, die Anleitung dann auch tatsächlich zu kriegen. Im Museums-Shop vom Brontë-Museum war sie nicht mehr zu bekommen und ich fand sie nach längerer Suche schließlich bei Red Bird Knits. Einige Zeit danach war die Anleitung aber auch dort nicht mehr zu finden und sie tauchte schließlich wieder bei Ravelry auf. Inzwischen verschickt die Strickerin dort die Anleitung nicht mehr, verkündete aber, dass diejenigen, die sie haben, sie weitergeben dürfen. Wer also möchte, darf mir gerne eine Mail schicken (wollkistchen@gmail.com) und bekommt die Anleitung. Aber Vorsicht: Die Anleitung gibt es nur auf Englisch.
Mein Tuch ist inzwischen schon zu einem großen Teil fertig. Ich stricke gerade an den Umrandungen. Wenn es komplett ist, werde ich es Euch in aller Ausführlichkeit zeigen. Bis dahin  müsst Ihr Euch mit einem Ausschnitt begnügen.
Bronte Tuch 1

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