Zugsocking nach Bargteheide – ein Reisebericht

Vor zwei Wochen sind wir am Sonntag sehr kurzfristig zu einem Zugsocking nach Bargteheide aufgebrochen. Und kurzfristig heißt in diesem Fall tatsächlich: kurzfristig. Trotzdem haben wir uns mit 8 Frauen auf den Weg gemacht. Der erste Treffpunkt war der Bremer Bahnhof, von dort ging es weiter mit dem Metronom Richtung Hamburg. Der Zugbegleiter, der uns auf unsere Strickereien ansprach war Sizilianer und hatte von seiner Großmutter Stricken gelernt. Mehr als zwei Mützen sind es dann offensichtlich aber wohl nicht geworden. Aber egal, er schätzte, was wir da machten.
Vom Hamburger Hauptbahnhof aus ging es dann erst einmal mit Schienenersatz-Verkehr weiter. Erst in Hamburg-Rahlstedt konnten wir wieder in einen Bummelzug nach Lübeck über Bargteheide einsteigen. Von dort waren es dann auch nur noch ein paar Minuten bis zu unserem Zielort.

Bargteheide ist eine kleine Stadt, und liegt nördlich von Hamburg und ungefähr auf halber Strecke zwischen Hamburg und Lübeck. Sie hat rund 16 000 Einwohner und man spürt dort sehr, wie gut es der Stadt im direkten Hamburger Einzugsbereich geht. „Speckgürtel“ heißt das in Bremen, gibt es diesen Ausdruck in Hamburg wohl auch?
Auf die Idee nach Bargteheide zu fahren, hat uns Michael gebracht. Seine Familie lebt dort und bei seinem Besuch über Weihnachten hatte er dort im kleinen Heimatmuseum einen Hinweis auf eine Ausstellung zum Thema „Stricken – gestern und heute“ gesehen.

Und so erwartete uns Michael schon am Bahnhof. Gemeinsam gingen wir dann erst einmal ausgiebig brunchen. Im Restaurant „Utspann“ waren Tische für uns reserviert, das Essen war reichhaltig und gut und wir haben das ursprüngliche Ambiente dort sehr genossen. Etwas später als wir kam dann auch noch unsere letzte Mitreisende an, so dass wir schließlich mit 10 Besuchern das kleine Museum besuchen konnten.

Das Museum, das eigentlich „Orts- und volkskundliche Sammlung Bargteheide“ heißt, sieht von außen deutlich kleiner aus, als es tatsächlich ist. Im Obergeschoss verbergen sich sechs Räumen, thematisch sortiert und arrangiert mit vielen Dingen, die zum bäuerlichen und städtischen Leben in früheren Zeiten gehörten. Überall sieht man, mit wie viel Liebe zum Detail die Räume gestaltet wurden. Und man erkennt auch mit einem gewissen Unbehagen, wie viel an Informationen wohl schon verloren gegangen sein müssen.
Im Ausstellungsraum fanden wir dann die ausgestellten Strickereien. Dazu gehörten neben vielen Modellen auch eine alte Strickmaschine und eine alte Rundstrickmaschine. Gut erhalten und mit entsprechendem Anleitungsbuch dazu. Den Bogen in die heutige Zeit spannten Modelle einer ansässigen Strick-Designerin, Jutta Bücker. Auch in dieser Ausstellung sah man, wie viel Wissen schon auf der Strecke geblieben ist. Wer erinnert sich heute schon noch an aus sehr dünnem Garn kunstvoll gestrickte Nabelbinden für Neugeborene? Mich hat am meisten eine traumhaft schöne Kunststrick-Tischdecke fasziniert, die in einer Vitrine lag.
Bargteheide 2
Erst der zweite Blick darauf offenbart, aus welch dünnem Garn die Tischdecke gestrickt wurde.
Bargteheide 1
Faszinierend, oder?

Nach dem Besuch im Museum machten wir uns wieder auf den Heimweg. Wie auf dem Hinweg: Zug – Schienenersatzverkehr – Metronom und von Bremen aus dann mit anderen Zügen wieder zurück in unsere Heimatorte. Wir hatten einen schönen, lustigen und informativen Tag und das sonst übliche Shopping beim Zugsocking haben wir gar nicht vermisst. Naja, ich jedenfalls nicht, die anderen vielleicht schon. Auf jeden Fall wird das nicht das einzige Zugsocking in diesem Jahr bleiben. An Ideen mangelt es jedenfalls nicht.

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Adventskalender-Schals

Die Adventskalenderschals sind wieder verfügbar. Ich habe die Muster jeweils in einer PDF zusammengefasst und bei Ravelry hochgeladen. Dort kann man sie auch dann runterladen, wenn man kein Mitglied der Community ist. Ich bastele noch Links in die Seitenleiste, die dann mit einem Klick zum Muster führen.

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Das sind die Schals, die noch bei mir sind. Einige habe ich unterdessen schon verschenkt und ja jeden Schal auch zwei Mal gestrickt.
In diesem Jahr wird es, wenn alles nach Plan läuft, auch wieder einen Schal geben. Ich habe so ein paar Ideen im Kopf und probiere schon fleißig aus, was ich davon umsetzen kann. Es macht Spaß.

 

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Adventskalender Schals Update

Für alle, die noch an den Adventskalender Schals stricken, habe ich gute Nachrichten. Inzwischen habe ich alle Anleitungen in einer PDF zusammen gefasst und werde das in den nächsten Tagen, spätestens am Wochenende sowohl hier als auch bei Ravelry hochladen.

Es wird. Und ich bin froh darüber :-)

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Häkel-Lust

Da hat mich vor ein paar Tagen doch tatsächlich mal die Häkel-Lust gepackt und ich habe Mandalas gehäkelt. Als ich das Erste fertig hatte, hatte ich spontan eine Idee, was ich damit machen könnte. Und habe noch fünf weitere Mandalas in insgesamt 3 verschiedenen Farben gehäkelt. Jetzt müsste ich noch die Zeit haben, mich an die Nähmaschine zu setzen

Mandalas

Häkelmandalas
Material: Wolle Roedel, Milli Filli, Reste in den Farben 5904 (kirsche), 6006 (himbeere) und 6005 (orchidee)
Nadel: Häkelnadel 3,0mm
Muster: Pretty Polly Mandala von knitpurlhook

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Die Adventskalenderschals

Tatsächlich habe ich heute schon einige Mails und Nachrichten über Ravelry zum Thema Adventskalender-Schals bekommen. Es tut mir wirklich leid, dass es jetzt so viel Durcheinander gibt. So schnell wie es möglich ist, werde ich die Dateien sowohl bei Ravelry als auch hier wieder hochladen.

Heute habe ich immerhin schon das Problem mit den Bildern gelöst, die sich nicht hochladen ließen. Am geänderten Header-Bild kann man das gut erkennen. Das sind kleine Häkel-Untersetzer, die ich vor einiger mal in den Regenbogen-Farben gehäkelt habe und an gute Freunde verschenkt habe. Ich könnte davon tatsächlich auch mal wieder welche machen – das geht sicher auch beim Pendeln oder beim Warten auf die wetterbedingt verspäteten Züge.

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Auf zum Neustart

Liest überhaupt noch jemand mit?

Lange Zeit ist es hier still gewesen. Ich habe mit mir gerungen, ob ich das Blog behalte oder abschaffe. In den letzten Wochen wuchs aber wieder der Wunsch, hier weiter zu  machen. Oder besser: ganz  neu zu starten – nach fast zehn Jahren, in denen es das alte Blog gab und nach vielen erzählten Geschichten. Leider war meine WordPress Version so veraltet, dass die Bearbeitung fast unmöglich war. So musste vor den ersten „neuen“ Beiträgen erst einmal eine neue WordPress-Fassung her und das gestaltete sich äußerst schwierig. Ich hoffe, dass es nun stabil läuft und ich die Änderungen, die ich am Layout noch machen möchte, nebenbei abarbeiten kann. Alle alten Beiträge, auch die von den Unterseiten „Muster“, „Farben“ und „Knitalong“ habe ich löschen müssen. Ich bin darüber nicht unglücklich – und schaue jetzt nach vorne, nicht mehr zurück. So nach und nach werde ich die Seiten hier wieder mit Leben füllen und auch neue Design veröffentlichen.

Ich hoffe, es bleibt spannend.

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Puh, ….

… das war vielleicht alles schwierig, aber ich hoffe, die größten Schwierigkeiten sind jetzt überwunden.

Leider musste ich für das Update von WordPress meine völlig veraltete Version vom Netz nehmen und habe in diesem Zuge alles vorhandene gelöscht. Das war durchaus beabsichtigt, allerdings sind jetzt meine alten Muster vorübergehend nicht erreichbar. Ich bemühe mich, das schnellstmöglich wieder herzustellen, kann aber nicht abschätzen, wie lange das in Anspruch nehmen wird. Die meisten meiner Sockenmuster sind bei Ravelry als Download verfügbar. Die Adventskalenderschals werde ich – hoffentlich – innerhalb einer überschaubaren Zeit nachziehen können.

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