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Archive for the 'Gimme 5' Category

Gimme 5 - Damals - Heute

Mittwoch, November 8th, 2006
1. Wovor hattest du als Kind Angst? Hast du davor heute noch Angst?Als Kind hatte ich fürchterliche Angst bei Gewitter. Ich verkroch mit unter meiner Bettdecke, fasziniert und gegruselt von den Naturgewalten draußen. Ich erinnere mich noch, dass ich meistens unter meiner Decke dann ganz arg geschwitzt habe. Heute machen mir Gewitter keine Angst mehr. Ich habe gelernt, wie sie entstehen und was sie bedeuten.
2. Welchen Tic hattest du als Kind? Hast du den heute noch?

Ich habe immer schon viel gelesen. Als Kind ging ich fast an jedem Öffnungstag in die Bücherei, immer schon gleich ganz früh. Ich lieh einen großen Stapel Bücher aus, und zottelte damit nach Hause. Dort las ich schon das Erste oder manchmal auch zwei und brachte sie noch am gleichen Nachmittag wieder zurück. Ganz so schlimm bin ich jetzt nicht mehr, vielleicht weil ich nicht mehr so viel Zeit zum Lesen habe. Aber ich leihe immer noch mehr aus, als ich innerhalb von drei Wochen lesen kann.


3. Welches war dein Lieblingtier als Kind? Welches ist es heute?

Meine Lieblingstiere, wenn man so etwas haben muss, waren früher und sind heute noch die Delphine. Sie sind putzig, gelehrig und wirken ungeheuer elegant. Ich würde gerne einmal mit ihnen schwimmen.


4. Mit wem hast du als Kind am liebsten deine Zeit verbracht? Mit wem heute?

Ich lebte als Kind in einer Gegend, in der es kaum Kinder gab. Dafür massenhafte ältere Menschen, die über viel Geld verfügten. Meine liebsten Gefährten der Kindheit sind deswegen Bücher gewesen, Freunde hatte ich auch, aber wenige. Auch heute kann ich mir ein Leben ohne Bücher und Zeitungen nicht vorstellen, ebenso wenig wie ohne Strickzeug. Ich verbringe deswegen trotzdem die meiste Zeit mit meiner Familie.


5. Was hast du als Kind am liebsten gemacht? Was heute?

Ich denke, nach meinen bisherigen Antworten erübrigt sich diese Frage. Ich habe gelesen und gehandarbeitet. Das tue ich heute noch.

Gimme 5

Montag, September 25th, 2006
Spontan1. Woran musst du spontan denken, bei: deiner Mutter?

Daran, dass sie immer für uns da ist, dass sie wunderbar lachen kann und es viel zu wenig tut und daran, dass sie sich immer schuldig fühlt, wenn etwas nicht so gelaufen ist, wie es sollte. Dabei stimmt das gar nicht.
2. … deinem Vater?

Mein Vater war der Held meiner Kindheit und Jugend. Ihn konnte ich immer und in allem um Rat fragen, der hat immer eine Antwort gewusst. Vor ein paar Jahren hatte er einen leichten Schlaganfall, seitdem hat sich vieles verändert. Ich genieße die Zeit mit ihm jetzt viel intensiver.
3. … deinen Geschwistern?

Mit meinem Bruder habe ich zu Kinderzeiten pausenlos gestritten. Angefangen ihn zu verstehen habe ich erst, als mein Sohn älter wurde und er viele Verhaltensweisen zeigte, die meinem Bruder auch zu eigen waren. Mein Bruder lebt mehr als tausend Kilometer entfernt in der Schweiz und ist ein erfolgreicher Wissenschaftler. Ich sehe ihn selten und vermisse ihn oft, obwohl er ganz anders ist als ich.
4. … deiner besten Freundin/deinem besten Freund aus der Schulzeit?

Aus meiner besten Freundin aus der Schulzeit ist so ein richtiges Hausmütterchen geworden. Sie arbeitet zwar ein paar Stunden, aber ihre Hauptsorge gilt der Familie und dem Haus. Sie sammelt Kochrezepte und weiß immer genau, wie was am effektivsten zu reinigen ist. Ihr großes Haus ist immer makellos. Ich finde sie süß und bin froh, dass es sie gibt in meinem Leben.
5. … deinem liebsten Haustier?

Mein liebstes Haustier war ein Wellensittich (andere Tiere hatte ich nie), der absolut frech war. Meine Mutter hatte mal mühevoll eine Sahnetorte verziert. Das war nicht so ihr Ding und es hatte sie unendlich viel Zeit gekostet und Mühe. Und als sie gerade fertig war, ist unser Sittich mit einem lauten Schrei mitten auf der Torte gelandet. Wir haben alle gelacht, aber ich glaube meine Mutter war ziemlich frustriert. Außerdem hat dieser kleine Strolch es geliebt, wenn die Familie Krabben gepult hat (an der Küste lernt man das früher oder später und es gibt nichts Besseres als Krabben oder Granat, direkt vom Kutter und frisch gepult). Er saß immer mittendrin in den Schalen und stank noch tagelang nach Fisch.

Gimme 5

Samstag, August 26th, 2006

1. Das dickste Buch, dass du je gelesen hast?

Ich weiß es nicht mehr genau, würde aber denken, es war der Herr der Ringe.

2. Welches Buch hat dich am meisten Zeit gekostet, um es zu lesen?

“Hundert Jahre Einsamkeit” von Garcia-Marquez. Ungefähr so lange habe ich auch Einsamkeit gebraucht es zu lesen. Ich würde es nie wieder tun.

3. Welches Buch würdest du wieder einmal lesen?

“Per Anhalter durch die Galaxis”. Ich habe leider keine Ahnung, wo meine Ausgabe abgeblieben ist. Es bleibt noch ein Rest Hoffnung, dass es noch in einer nicht ausgepackten Bücherkiste auf dem Dachboden liegt.

4. Wieviele Bücher warten bei dir darauf, noch gelesen zu werden?

Etliche. Es gibt für mich nichts Schlimmeres, als keine Auswahl zu haben, wenn ich gerade ein Buch zu Ende gelesen habe. Und das kann dann fast nie warten, bis ich am nächsten Tag in eine Buchhandlung komme.

5. Was liest du, wenn du mal keinen Bock auf ein Buch hast?

Zeitungen, Zeitschriften und Internet-Blogs.