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Archive for April, 2005

Ausgeschlafen…

Samstag, April 23rd, 2005

… sollte man sein, wenn man sich an den Computer begibt. Was ich tagelang vergeblich versuchte, klappt heute morgen auf einmal. Verstehen, warum es jetzt funktioniert und vorher nicht, kann ich es nicht. Aber egal. Ich muss ja auch nicht alles wissen. Und ich werde jetzt auch noch das restliche Problem lösen - ganz sicher. Vielleicht nicht mehr heute früh, aber ganz sicher noch an diesem Wochenende.

Bescheuert?

Freitag, April 22nd, 2005

Wie bescheuert kann ein Mensch eigentlich sein? Keine Minute Zeit habe ich heute unverplant gelassen. Und Zeit für Experimente am Computer, für die ich dann augenscheinlich auch noch zu doof bin, war darin nicht vorgesehen. Nun sitze ich aber schon seit zwei Stunden vor dem Rechner und versuche verzweifelt hinzukriegen, was ich vorhabe. Mittlerweile bin ich völlig genervt, weil das nicht funktioniert und ich nicht weiß, warum das so ist, und sauer auf mich selber, weil mir die zwei Stunden nun fehlen und ich nicht weiß, wie ich das wieder aufholen soll. Ich hätte nicht wenig Lust, diesen blöden Computer aus dem Fenster zu werfen. Mist!

Einkaufsbummel

Freitag, April 22nd, 2005

Einkaufsbummel
Originally uploaded by wollkistchen.

Eigentlich wollte ich nach der Arbeit gleich nach Hause fahren. Aber seit Mittwoch spukte mir schon eine Wolle im Kopf herum, von der ich wusste, dass es sie in einem Einkaufscenter ganz in der Naehe meiner Arbeitsstelle gibt. Und urploetzlich dachte ich mir, dass vielleicht irgendwann meine Millionen von Wollknaeuel nicht mehr reichen koennten fuer meinen Strickbedarf. Und so bin ich losgefahren und habe mir Sockenwolle gekauft. Drei Knaeuel, weil es koennte ja mal sein … nun ja, Ihr wisst schon. Wollknappheit, oder so. Das Mittlere war es, dass ich verstrickt gesehen hatte am Mittwoch und dass mich so sehr gereizt hat. Es sind so schoene warme Brauntoene.

Na ja, und weil ich gerade schon mal da war und unser renoviertes Wohnzimmer auch mal ein paar peppige Auffrischungen gebrauchen koennte, habe ich eben doch noch ein paar Dekoteile gekauft. In Gelb und Orange, passend zur neuen Tapete. *gg* Stoffe, zwei Schalen und ein paar Kleinigkeiten zum Dazulegen. Hoffentlich gefaellt das der Familie genauso wie mir - wenn ich denn dann schon ein Mal im Jahr in einen Kaufrausch verfalle.

Das ist ja praktisch …

Freitag, April 22nd, 2005

Vor einiger Zeit las ich in der "Anleitung" zu meinem Blog, dass ich auch per Mail bloggen kann. Das finde ich überaus praktisch und werde es sicher auch gelegentlich nutzen.

Heute Nacht hat es hier wieder gefroren. Ich hatte doch so gehofft, dass die Zeit des Auto-Freikratzens nun endlich vorbei ist. Weit gefehlt. Hoffentlich wird es nun bald wirklich Frühling.

Nächste Woche habe ich zwei Tage frei. Da ich das ganze Wochenende über stricken muss, kann ich dann endlich nachholen, was liegen geblieben ist. Ich müsste wirklich ganz dringend einmal meinen Dachboden aufräumen. Und ich hätte gerade auch ganz viel Lust dazu, endlich mal meine beiden Restedecken-Projekte voran zu treiben. Einmal stricke ich ja aus jedem ausreichenden Opal-Rest so eine Art "Sockenschaft", der dann mit einem Vlies gefüllt wird und nach Art einer Patchwork-Decke zusammen genäht wird. Ca. 1/4 der erforderlichen Patches habe ich schon gestrickt. Ich möchte sie nun schon mal miteinander verbinden. Ich denke, dass ist einfacher als am Ende alle auf einmal zu umhäkeln und zusammen zu häkeln. Aus den Resten, die dann noch von der Opal-Wolle bleiben und allen anderen Sockenwoll-Resten mache ich mit der Strickmühle lange Kordeln, die ich dann mit Nadelstärke 12mm zu 30cm breiten, 200cm langen Streifen verstricke. Fünf solcher Streifen werden dann zu einer Decke verbunden. Die Idee selber gefällt mir gut, etwas ähnliches sah ich mal in einem Geschäft (allerdings als Stuhlkissen). Aber die Umsetzung ist ziemlich schwierig. Weil sich die Mühle ja dreht, dreht sich auch die Kordel auf. Damit sie sich ausdrehen kann, muss sie hängen. Ich stelle mich dann immer auf den Dachboden und drehe so lange, bis meine Kordel unten im Erdgeschoss auf dem Boden ankommt. Dann brauche ich nicht so viel aufwickeln. Einen Balkon, auf dem ich das publikumswirksam machen könnte, haben wir leider nicht ;-)

Darf ich vorstellen: Lenchen!

Donnerstag, April 21st, 2005

Lenchen
Originally uploaded by wollkistchen.

Lenchen fand gestern Abend beim UFO-Stricken den Weg in meine Sammlung. Andrea brachte sie fuer mich mit - aus dem blau-gelben Moebelhaus. Ich habe mich riesig gefreut und Lenchen hat mit den anderen Schafen gleich Freundschaft geschlossen. Tausend Dank, Andrea.

Es war eine kleine Runde gestern beim Stricken. Aber es war okay und hat trotzdem viel Spass gemacht. Ich habe zwei Lornas-Laces-Minis gestrickt. Bilder kann ich leider nicht zeigen, die tauchen dafuer dann spaeter hoffentlich in anderen Blogs auf ;-)

Nach diesem Wochenende sollte es dann auch endlich wieder etwas ruhiger werden. Wenn es geht, versuche ich ein paar Tage frei zu bekommen, um auch hier zu Hause ein paar Dinge endlich vom Tisch zu kriegen. Sonntag aber ist erst einmal noch das Sockenstricker-Treffen in Vechta. Ich freue mich darauf, gerade weil ich mich ja auch erst so kurzfristig dazu entschieden habe. Ein neues Muster werde ich an dem Tag vorstellen - das Vechtatreffen-Muster. Das wird bestimmt ein schöner Tag.

Die verstrickte Dienstagsfrage - Woche 16/2005

Donnerstag, April 21st, 2005

Kannst du weben? Hast du schon einmal gewebt? Was ist dabei herausgekommen? Kennst du Web-Anleitungen? (nein, wir reden nicht vom WWW *g*)

Tja, da hast Du mich genau an meinem wunden Punkt erwischt. Ja, ein wenig weben kann ich schon und ich hatte sogar noch so viel mehr damit geplant. Einen Webrahmen hatte ich mir angeschafft, einen großen Webstuhl im Auge und eine Ausbildung im Wendland. Dann wurde ich krank und damit hatte sich das Thema erledigt. Es gibt auch keine Umkehr für diese Entscheidung, denn das “Anschlagen” werde ich nie wieder geregelt kriegen. Ich habe immer noch ein Problem damit, deswegen sage ich da jetzt lieber nichts weiter mehr zu.

Sinn und Unsinn? Sinn oder Unsinn?

Dienstag, April 19th, 2005

Zu meiner Arbeit gehört auch, gelegentlich mir etwas Neues einfallen zu lassen, was die Arbeit mit nun ja, überwiegend Kindergarten- und Grundschul-Kindern anbelangt. Ich mache das gerne und habe auch in diesem Bereich immer mehr Ideen als Zeit. Zur Zeit entwickele ich gerade eine Geschichte mit unserem Bibliotheksraben Keszi, die so in die Richtung “Lesen mit allen Sinnen” geht. Zu dieser Geschichte gehört eben, dass die Kinder fühlen, riechen, schmecken sollen. Und ich denke, sie werden ihren Spaß dabei haben. Sinn und Zweck dieser Übung soll sein, dass Kinder Spaß am Lesen, Sprechen und Zuhören entwickeln. Lesen ist und bleibt die Basiskompetenz, die ein Mensch lernen muss. Nur wer gut und flüssig lesen kann, kann die Informationen, die er bekommt, über welches Medium auch immer, auswerten und einordnen. Ist halt so. Aber Lesen gehört auch zu den Dingen, die man - so unvorstellbar mir persönlich das auch erscheinen mag - wieder verlernt, wenn man sie nicht ausreichend in jungen Jahren trainiert. Vielleicht kann man sich Wörter zusammenbuchstabieren, aber verstehen kann man sie nicht. Und in einer Zeit, wo jeder jede Information in Sekunden abrufen kann, wird es immer wichtiger, kritisch zu bleiben. Aber gut, darum soll es jetzt gar nicht gehen.
Vor ein paar Tagen kam mein Sohn aus der Schule nach Hause und fragte mich nach einem Buch. Ich hatte es gelesen, in den 80er Jahren schon, als es erschienen war. Und ich hatte keine gute Erinnerung daran. Dieses Buch, ein eher feministisches im übrigen, wird nun in einer 10. Klasse im Gymnasium gelesen. 15/16/17 sind die Jugendlichen, und in einem Alter, in dem Lesen eigentlich nur noch eine untergeordnete Rolle spielt und wo man sich sehr genau überlegen sollte, was man ihnen als Lesestoff anbietet, um sie nicht gänzlich zu verschrecken. Das ist meine Sicht der Dinge, wohlgemerkt, aber offensichtlich nicht die Sicht der Pädagogen. Marlen Haushofer, “Die Wand” muss es sein, in einer Klasse, in der mehr Jungs sind als Mädchen.
Verstehen kann ich das nicht. Das Buch ist langweilig und langatmig geschrieben. Den Sinn dahinter kann ich zwar sehen - das Zurechtfinden in einer völligen Ausnahmesituation - aber die Umsetzung ist einfach fragwürdig. Und es taugt mehr dazu, die Jugendlichen vom Lesen abzuhalten, als sie dazu zu ermutigen. Und dann frage ich mich, warum ich mir so viel Mühe mache, den Kindern das Lesen schmackhaft zu machen, wenn der literarische Kanon der Lehrpläne dann frühzeitig alles wieder zunichte macht. Darüber werde ich heute wohl noch den ganzen Tag nachdenken, über den Sinn und Unsinn von Leseförderungsaktionen. Aber vielleicht findet sich ja auch ein Lehrer, der mir den Sinn und Unsinn der Lesekanons erklärt.

Wollfeepost

Montag, April 18th, 2005

Wollfeepost
Originally uploaded by wollkistchen.

Ein wundervolles, duftendes Paeckchen fand ich am Samstag in meiner Post. Wollfeepost. Mit einem selbst gemachten Schaefchen fuer meine Sammlung auf der Fensterbank und einem Kraeutertee. Mit Auszuegen aus meinem Lieblingsbaum Gingko. Mmmhhh, und der riecht und schmeckt so gut. Hab vielen Dank, liebe Wollfee, ich melde mich spaeter noch bei Dir.

Danke

Sonntag, April 17th, 2005

… für all die wohlmeinenden Ratschläge, für Umarmungen und liebe Worte. Ihr habt mir alle richtig gut getan. Mittlerweile habe ich mich wieder gefangen. Und meine Kinder dürfen bleiben.

So ganz grundsätzlich möchte ich nichts ändern an den Kindern und im Rückblick betrachtet, war ich in dem Alter auch nicht viel besser. Ich erinnere mich noch gut an die Diskussionen mit meiner Mutter, wenn ich nicht aufräumen mochte. Und trotzdem ist aus mir ein halbwegs ordentlicher Mensch geworden. Das Problem gestern lag wohl auch eher an mir selber. Es war eine anstrengende Woche, eine kurze Nacht und gestern Vormittag musste ich auch arbeiten. Außerdem habe ich mich verzettelt mit einem Auftrag und bin deswegen ziemlich unter Zeitdruck. Mea culpa.

Ich habe nun mit Anna gesprochen und die Idee mit dem Wochenplan, wo an jedem Tag etwas anderes aufgeräumt werden muss, gefällt uns am Besten. So etwas werden wir für die ganze Familie einführen und dann werden wir auch dieses Problem in den Griff kriegen.

Danke für Euer Verständnis, für Eure Ideen und Pe ganz besonderen Dank für das “Müttermantra”, das kannte ich noch nicht. Es wird aber jetzt ganz sicher auch “meins” werden.

Teenager-Kinder

Samstag, April 16th, 2005

… sind manchmal eine Höchststrafe. Seit längerer Zeit gibt es Ärger mit meiner Tochter, die so furchtbar unordentlich ist, dass ich mit dem Aufräumen nicht mehr nachkommen kann. Wo sie geht und steht, hinterlässt sie Chaos und mit keiner erzieherischen Maßnahme ist ihr beizukommen. Ich weiß mir keinen Rat mehr und hab das Gefühl, ich hätte als Mutter völlig versagt.
Wohlverstanden, meine Kinder sind absolute Wunschkinder und im Großen und Ganzen haben wir ein supergutes Verhältnis. Aber im Augenblick könnte ich sie beide aus dem Fenster schmeißen. Ich könnte heulen (und tu das auch) vor lauter Frust.