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Archive for Juli, 2005

Es ist fast geschafft!

Freitag, Juli 29th, 2005

Nur morgen noch, dann habe ich Urlaub. Urlaub - ein tolles Wort. Und “drei Wochen” klingt fast wie “unendlich”. Und dann wird es sein, wie in jedem Jahr. Ich nehme mir viel zu viel vor, schaffe nur einen Bruchteil. Der Urlaub ist viel zu schnell vorbei und eben doch nicht so unendlich. Aber egal. Vielleicht bin ich dieses Jahr schlauer. Noch habe ich mir nichts vorgenommen, kein neues Urlaubsprojekt gestartet und ohnehin realisiert, dass ich im Leben in drei Wochen nicht alles schaffen kann. Aber verdient habe ich mir den Urlaub - bei all dem Durcheinander und Stress in den letzten Wochen.

Das gestrige Unwetter hat verheerende Schäden angerichtet in der Natur. Eine Straße entlang hat es auf knapp 3 km jeden zweiten Baum umgeworfen. Große, hohe und durchaus sturmerprobte Bäume sind regelrecht entwurzelt worden. Wie ein “einfaches” Gewitter sieht mir das nicht mehr aus und ich bin riesig gespannt, was die regionalen Medien später am Abend berichten. Immerhin war schon von rund 40 l Wasser je qm die Rede - und das innerhalb von einer knappen halben Stunde.
So ganz grundsätzlich finde ich solche Naturkatastrophen ausgesprochen faszinierend. Nicht, weil ich so unglaublich sensationslüstern bin, sondern weil es immer wieder den Menschen in seine Schranken verweist. Wir denken oft, wir beherrschen die Welt und immer mal wieder zeigt die Natur, dass sie doch um ein Vielfaches stärker ist als wir. Und wir sind dem hilflos ausgeliefert. Manchmal, so denke ich, brauchen wir das, um die Dimensionen, in denen wir uns bewegen, mal wieder zurecht zu rücken.
Nichtsdestotrotz wünsche ich allen, dass sie von solchen Unwettern verschont bleiben, vor allem jenen, die von den Erträgen der Natur leben müssen.

Das Ende …

Donnerstag, Juli 28th, 2005

Unwetter4
Originally uploaded by wollkistchen.

… kam genauso überraschend wie der Beginn. Nach 20 Minuten war der Spuk vorbei. Die Menschen strömten aus den Häusern, hinaus in die 10 Grad kühlere Luft. Wir begutachteten die Schäden, wischten Hausflure trocken, räumten Gullis frei. Die Sonne kam heraus. Das Unwetter war vorbei und hat in der Stadt eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Umgestürzte Bäume blockierten eine Bundesstraße. Tiefgaragen und Keller mussten leergepumpt werden.

Jetzt rührt sich kein Windhauch mehr. Der Himmel ist bewölkt, die Temperatur steigt wieder. Und morgen beginnt das Spiel von vorne.

Der Sturm …

Donnerstag, Juli 28th, 2005

Unwetter3
Originally uploaded by wollkistchen.

… trieb den Regen und den Hagel von allen Seiten gegen die Häuser. Mit sich brachte er Unmengen von abgerissenen Blättern und kleinen Ästen. Bäume stürzten um, Rolläden wurden von den Hagelkörnern zerlöchert. …

Der Hagel

Donnerstag, Juli 28th, 2005

Unwetter2
Originally uploaded by wollkistchen.

… Dann begann es zu regnen. In riesigen, dicken Tropfen und nach kurzer Zeit: Hagelkörner. Binnen weniger Minuten waren alle Wege überschwemmt und alles weiß von den dicken Hagelkörner. Sonst leben wir in einer Gegend, wo es nur selten Gewitter gibt. Von Gewittern dieser Größenordnung mal ganz zu schweigen. …

Ein fürchterliches Unwetter …

Donnerstag, Juli 28th, 2005

Unwetter1
Originally uploaded by wollkistchen.

… hat uns heute am frühen Abend erwischt. Es begann recht harmlos mit Blitz und Donner. Nur: es hörte überhaupt nicht wieder auf mit dem Donnern. Fast eine halbe Stunde lange donnerte es pausenlos. Und von allen Seiten kamen schwarze Wolken auf uns zu. …

Lochmuster 2

Dienstag, Juli 26th, 2005

Manchmal ist das Leben schon komisch. Als ich gestern nach meiner “Online-Blog-Beschwerde” zurück kam zu meinen Strickheften, sprang mir ein Lochmuster in die Augen - das wars dann. Dass ich es dann doch nicht genommen habe, hatte andere Gründe, aber auch das nächste Muster war superschnell gefunden. Das war ungefähr die gleiche Geschichte, wie sie mir morgens auf dem Weg zur Arbeit manchmal passiert. Ich fahre auf die Autobahn und bleibe dort gleich stehen. Minutenlang passiert absolut nichts. Ich schaue auf die Uhr, merke die Zeit wird knapp, schnappe mir das Handy und rufe bei der Arbeit an. “Es könnte sein, dass ich später komme, ich stecke im Stau.” Kaum dass das Gespräch beendet ist, geht es auf einmal wieder vorwärts und ich bin doch noch pünktlich. Meist funktioniert das, nur dann in der Regel nicht, wenn ich das Handy (oder wahlweise mein “Unterwegs-Strickzeug”) zu Hause auf dem Tisch habe liegen lassen. Merkwürdige Welt.

Strickperlen 2

Montag, Juli 25th, 2005

Strickperlen2
Originally uploaded by wollkistchen.

So sehen sie aus, die Maschen-Markierer, die für die zweite Strickperlen-Aktion von Uta auf die Reise gehen. So langsam geht mir der Nachschub an Karabinerhaken aus, es wird Zeit, dass ich mich nach einem Lieferanten umsehe. Gar nicht so einfach, obwohl diese Teile doch irgendjemand produzieren muss.

Diese Strickperlen schnappe ich mir jetzt und dann gehen sie morgen auf die Reise. Und ich hoffe, dass sie der Empfängerin gefallen.

Lochmuster

Montag, Juli 25th, 2005

Ich suche gerade ein neues Muster für ein neues Paar Socken. Ein Auftrag für ein neues Buch. Ich finde das spannend, aber mir ist nicht klar, warum das dieses Mal so schwierig ist. Lochmuster sollen es sein und ich liebe diese Muster. Aber an jedem habe ich etwas auszusetzen. Meistens sind mir zu viele Maschen im Spiel und wenn die Maschenzahl passt, passt mir das Muster nicht. Ungewöhnlich. Stattdessen hüpfen mir ganz viele andere Muster vor die Augen, die ich sofort und liebend gerne in ein Paar Socken umsetzen möchte. Geht aber nicht, weil keine Zeit. Also kleben nun in allen Büchern kleine Zettel und schauen mich an. Es wird Zeit, dass ich das richtige Muster finde und die Bücher beiseite legen kann. Das ist sonst zu verführerisch. Das neue Sockenbuch erscheint übrigens im Februar und wird - vielleicht und hoffentlich - für Aufsehen sorgen in der Socken-Stricker-Welt. Und ich bin daran beteiligt, einfach toll.

Beim Aufräumen fand ich noch eine ungewöhnliche Anleitung für ungewöhnliche Socken. Das ist wieder so eine Sache, die ich unbedingt ausprobieren muss. Sofort und auf der Stelle. Dazu bemühe ich sogar meine brachliegenden mathematischen Kenntnisse. Und ich bin neugierig, was dabei rauskommt. Noch so eine spannende Geschichte.

Zugsocking-Muster

Sonntag, Juli 24th, 2005

Zugsocking-Muster
Originally uploaded by wollkistchen.

Das ist das Bild vom Zugsocking-Muster. Wie es scheint, hatten die anderen einen schönen Tag, ich wäre ja zu gerne mitgefahren. Aber es geht eben nicht alles. Stattdessen habe ich die Strickharfe angestaunt, deren Geheimnisse es jetzt zu ergründen gilt. Bislang kann ich damit noch nichts anfangen.

Die Anleitung für das Zugsocking-Muster und jetzt auch für das Bremen-Muster findet Ihr auf dieser Seite unter “Meine Muster” verlinkt. Leider ist es nicht möglich, das Muster direkt zu verlinken (oder jedenfalls habe ich noch keinen Weg dazu gefunden), sodass Ihr leider vielleicht etwas scrollen müsst. Viel Spaß beim Stricken.

Strickharfe

Samstag, Juli 23rd, 2005

Heute nachmittag bekomme ich die Strickharfe gebracht, die ich noch ausprobieren wollte, ehe ich in Springe einen Workshop unter anderem zu diesem Teil gebe. Gesehen habe ich das schon einmal, aber nur auf Fotos. Wie es funktionieren soll und kann, weiß ich nicht. Zum Thema “Knitting Pal” habe ich noch ein Video bekommen. Doch auch mit diesem Filmchen bleibt mir der Sinn hinter dieser Methode verborgen. Vielleicht muss ich wirklich nicht alles verstehen. Ich habe wenigstens begriffen, dass das zu den Dingen gehört, die ich nicht brauche.

Mein Mohair-Schal macht langsame Fortschritte. Auch wenn es nicht so aussieht, wie ich es erhofft hatte, gefällt er mir sehr gut und ich freue mich schon darauf, wenn er fertig ist. Erstaunlicherweise stört mich die langhaarige Wolle gar nicht, obwohl wir ja keine winterlichen Temperaturen haben. Es macht Spaß, sie zu verstricken. Das war ja auch schon anderen aufgefallen, die das gleiche Material verarbeiten :-) )

Bei meiner Aufräumaktion habe ich mich entschieden, noch einige Dinge aufzugeben. Die Fisch-Restedecke zum Beispiel. Eine Restedecke habe ich in Arbeit, die anderen Reste verschenke ich. Wieviel Jahre soll ich denn wohl daran arbeiten, wenn ich alles aufbrauchen möchte? Ich habe ohnehin viel aussortiert, vielleicht lässt sich damit ja noch ein Kindergarten glücklich machen.

Eine Woche muss ich noch arbeiten, dann habe ich Urlaub. Drei Wochen lang. Aber noch nie erschien mir die Wartezeit so lang wie in diesem Jahr. Oder ist das immer so und man vergisst es nur wieder? Im neuen Geo-Heft für August steht ein toller Artikel über Zeit und darüber, wie unterschiedlich man sie empfindet. Ein spannendes Thema. Und passend bei meiner Warterei auf den Urlaub.