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Archive for April, 2006

Ich will färben!!!

Samstag, April 29th, 2006

Heute habe ich die Nase voll von diesem elenden Wetter. Die letzten Tage, an denen ich arbeiten musste, schien die Sonne, war es warm. Heute ist frei und es regnet und hagelt und schneit. Mir reichts. Ich würde so gerne den Färbetopf nach draußen stellen, die Ashford-Farben anrühren und die Nachbarn mit schrillen Farbspielen schocken. Nix is. Grrrrrrr. Stattdessen werde ich jetzt die Wolle ins Essigbad legen, meine Kool-Aid-Vorräte plündern und fruchtduftende Farbspiele veranstalten. Mal sehen, ob das auch mit Regia-Silk funktioniert. Ran an die Mikrowelle!

Nachtrag: Das GEO-Heft hat ein neues Zuhause gefunden und geht nächste Woche auf die Reise.

Gerade gelesen

Freitag, April 28th, 2006

Zeit
Originally uploaded by wollkistchen.

Vor einiger Zeit habe ich für ein neues Leseförderungsprojekt mir mal überlegt, wie ich Zeit darstellen kann. Im Hinterkopf hatte ich dabei eine Zeitschiene aus einem Geschichtsatlas. Aber ich wollte das gerne anders umsetzen. Und nicht nur einen bestimmten Teil der Geschichte darstellen, sondern die Erdgeschichte. Irgendwann hatte ich schließlich eine Idee, wie ich das umsetzen könnte. Eine lange Strickmühlen-Kordel sollte die Erdgeschichte darstellen, 1cm sollte 1 000 000 Jahre sein. Und das hat funktioniert. Schüler und Lehrer war fasziniert und mittlerweile war ich in ganz vielen fünften und sechsten Klassen zu Gast und habe auf vielen Straßen mit ihnen einen Gang durch die Erdgeschichte gemacht. Besonders faszinierend ist das Ende: seit rund 1,7 Millionen Jahren gibt es Menschen, eine unvorstellbar lange Zeit für ein durchschnittliches Menschenleben, aber nur 1,7cm einer fast 49m langen Kordel.

Zeit ist eines der gewaltigsten Phänomene unseres Lebens. Warum kann eine Viertelstunde in einem unangenehmen Gespräch soviel länger scheinen als eine Viertelstunde mit guten Freunden? Dieses GEO-Heft beleuchtet das Thema aus vielen unterschiedlichen Richtungen, wissenschaftlich und erdacht, in unserem Land und woanders. Und ist dabei unglaublich spannend.

Falls jemand von Euch das Heft haben möchte, schreibt mir eine Mail, ich schicke es Euch dann.

Vorsicht, tieffliegende Stöckchen

Donnerstag, April 27th, 2006

Gerade traf mir vor dem Schlafengehen und nach einem netten UFO-Strickabend noch ein Stöckchen von einem Mann. Na, dann will ich mal:

1. Greife das Buch, welches Dir am nächsten ist, schlage Seite 18 auf und zitiere Zeile 4:
Nun stellte er fest, dass die Regenbogenfarben verschwanden und nur noch weißes Licht sichtbar war. (Victoria Finlay, Das Geheimnis der Farben - eine Kulturgeschichte)

2. Strecke Deinen linken Arm so weit wie möglich aus. Was findest Du?
Bücher, Bücher, Bücher

3. Was hast Du als letztes im Fernsehen gesehen?
Nachrichten

4. Mit Ausnahme des Computers, was kannst Du gerade hören?
Runrig, Let me take you to the dancingfloor (live ist diese Band unschlagbar, kommt gleich nach Queen)

5. Wann hast Du den letzten Schritt nach draußen getan?
Vor einer halben Stunde

6. Was hast Du gerade getan, bevor Du diesen Fragebogen begonnen hast?
Eine ungewöhnlich späte Blogtour.

7. Was hast Du gerade an?
Jeans, schwarzen Pulli, knallrote Jacke

8. Hast du letzte Nacht geträumt?
Ja, aber was bleibt mein Geheimnis.

9. Wann hast Du zum letzten Mal gelacht?
Fast den ganzen Abend über …. danke, Mädels

10. Was befindet sich an den Wänden des Raumes, in dem Du Dich gerade befindest?
Bücher, Bücher, Bücher und ein Dachfenster

11. Hast Du kürzlich etwas Sonderbares gesehen?
Wie definierst Du “sonderbar”?

12. Was hältst Du von diesem Quiz?
Nun ja …

13. Was war der letzte Film, den Du gesehen hast?
Im Kino? Walk the line.
Im Fernsehen? Harry Potter 4

14. Was würdest du kaufen, wenn Du plötzlich Multimillionär wärst?
Nichts. Die Wünsche, die ich habe, lassen sich nicht mit Geld erkaufen.

15. Sag mir etwas über Dich, was ich noch nicht wußte.
Ich habe so viel Sehnsucht in mir …

16. Wenn du eine Sache auf der Welt ändern könntest, was wäre das?
Ich würde die Intoleranz abschaffen.

17. Tanzt Du gerne?
Ja

18. George Bush
50% der Amerikaner haben sich für seine Wiederwahl entschuldigt. Braucht es noch mehr dazu?

19. Stell dir vor, Dein erstes Kind wäre ein Mädchen. Wie würdest du es nennen?
Anna

20. Und einen Jungen?
Malte

21. Würdest Du es in Erwägung ziehen, auszuwandern?
Wenn ich könnte, wie ich wollte, wäre ich schon lange weg.

22. Was würdest du Gott sagen, wenn du das Himmelstor erreichst?
Ich hoffe, Du weißt, was Du tust.

23. Fünf Leute, die das hier auch beantworten sollen.
Ich hebe Stöckchen auf, aber ich gebe sie nicht weiter. Wer es mag, darf es mitnehmen.

Gerade gelesen

Donnerstag, April 27th, 2006

Pelzhändlerin
Originally uploaded by wollkistchen.

Eigentlich die ideale Lektüre für lange Winterabende - aber auch für Sonnentage am Strand. Ein historischer Roman über eine Frankfurter Kürschnersfrau, deren Lebensdaten historisch belegt sind. Zunftregeln und Meisterbriefe spielen im Frankfurt des 15. Jahrhunderts eine große Rolle. Eine Frau, die da abseits der Wege geht, muss schon Großes vollbringen, um nicht gefressen zu werden. Und Sybilla geht ihren Weg unbeirrt weiter.
An manchen Stellen scheint relativ vorhersehbar zu sein, wie die Geschichte weiter geht, aber immer wieder gibt es dann eine unerwartete Wendung. Ein kurzweiliger Unterhaltungsroman, den zu lesen es Spaß macht.

Überlistet habe ich dieser Tage den Grafen Ribbel. Kürzlich erst war er zu Besuch und hinterließ diverse Wollknäuel. Ein Stück davon habe ich nun neu gestartet. Da hatte ich die Wolle mit der falschen Nadelstärke gestrickt und für ein Tuch erschien mir die Struktur zu fest. Nun habe ich neu angeschlagen und bin überrascht, wie schnell sich dieses Tuch stricken lässt. Und eher ungewöhnlich in der Form ist es obendrein. Vielleicht schaffe ich es ja noch bis zum Wochenende, dann würde es sogar von der Farbe zum Project Spectrum passen. Ein Foto muss ich schuldig bleiben, die Kamera, Ihr wisst ja… Auf die Anleitung verweise ich, wenn ich fertig bin.
Dafür habe ich aber nur wenige Reihen an meinen diversen Sockenpaaren gestrickt. Das regt mich aber nicht weiter auf, die werden schon noch fertig.
Das erste Paar Topflappen ist fertig, das nächste angefangen. Auch hier gibt es Fotos erst später.
Erst wenn man keine Kamera mehr hat, merkt man, wie sehr man sich daran gewöhnt hat. Aber gut, der Ersatz ist in Arbeit.

Erlebtes Oder: Reicht es, wenn man lesen kann, wenn man eine Bibliothek besucht?

Mittwoch, April 26th, 2006

Heute Vormittag war wieder eine unserer üblichen Mittwoch-Sitzungen. Ärgerlich war, dass sie dreimal länger dauerte als geplant und ich anschließend noch einen Gesprächstermin in unserer Zentrale hatte. Ärgerlich war auch das Gesprächsthema unserer Sitzung, weil es direkten Einfluss auf mein weiteres Arbeitsfeld hat, aber das tut hier eigentlich nichts zur Sache und das wollte ich auch nicht erzählen.
Da ich nun schon viel zu spät zu meinem Termin ankam, musste ich auf meinen Gesprächspartner eine Weile warten. Was nur recht und billig war. Und ich beobachtete, was um mich herum passierte. Vor einem unserer Auskunftsschreibtische beobachtete ich eine junge Frau mit einem kleinen, vielleicht fünf Jahre alten Kind. Dem Kleinen war langweilig und ein paar Mal rief die Mutter ihn freundlich zur Ordnung. Geduldig warteten die Beiden auf einen Kollegen, der ihnen weiterhelfen sollte, aber es passierte nichts, niemand ließ sich blicken. Plötzlich fragte der Kleine die Mutter, was auf dem Schild steht, dass auf dem verlassenen Schreibtisch stand (und das im übrigen auch meiner Aufmerksamkeit entgangen war). Langsam und mühsam las die Frau ihrem Sohn folgenden Satz vor: Dieser Auskunftsplatz ist derzeit nicht besetzt! Sprachs und rührte sich nicht vom Fleck.
Ein wenig später wies ich einen Kollegen auf die Kundin hin und er half ihr weiter. Ich überlege seitdem, ob es reicht, wenn man lesen kann, wenn man eine Bibliothek aufsucht, oder ob es doch auch Sinn macht, wenn man versteht, was man gelesen hat.
Es gab im übrigen keinen Hinweis darauf, dass die Frau Ausländerin war, mit ihrem Sohn sprach sie klares, deutliches Deutsch ohne jeden Akzent. Aber sie verdeutlichte etwas, was mir schon länger vor allem im Umgang mit Jugendlichen auffällt. Sie können lesen, oft krampfhaft und bemüht, manchmal auch flüssig und gut, aber sie verstehen in den meisten Fällen nicht, was sie gelesen haben. Wie werden sich solche Jugendlichen in einer immer schneller und hektischer werdenden Welt zurecht finden? Woher beziehen sie ihre Informationen, die sie für die Bewältigung ihres Alltages brauchen, wenn sie nicht mehr als die Schlagzeile der BILD-Zeitung verstehen und mit dem Text darunter schon überfordert sind?

Urlaubsträume

Dienstag, April 25th, 2006

In diesem Sommer würde es mich ja mehr als alles andere reizen, meinen Urlaub in Dänemark zu verbringen. Deswegen!
Leider kriege ich wegen des Umzuges wohl keinen Urlaub in dieser Zeit und muss traurig zu Hause bleiben und arbeiten, anstatt eine der besten Live-Bands der Welt auf der Bühne zu sehen. Und durch wieviele Länder der Erde werden die Kerls reisen, bevor sie wieder eine Tour in Deutschland machen? Ich geh jetzt mal Musik hören, bis später…

Die verstrickte Dienstagsfrage - Woche 17/2006

Dienstag, April 25th, 2006

Man on Needles - wie viele Männer kennt ihr, die stricken können? Oder wie viele Männer lesen hier unerkannt mit? Traut Euch!

Gehört habe ich schon, dass es mehrere Männer gibt, die stricken. Und auch die großen Designer sind ja oft Männer. Persönlich kennen tue ich nur einen, der zumindest mal gestrickt hat. Das war ein Schulfreund, der mir mal geholfen hat, einen schwarz-weißen Harlekin zu stricken. Da wurden für den Anzug Streifen gestrickt und aneinander genäht. Es existiert sogar noch ein Foto von dieser Aktion. Leider habe ich keinen Kontakt mehr zu diesem Mann, deswegen veröffentliche ich es nicht.
Ach ja, und Michael habe ich mal auf einem Spinntreffen getroffen.

Lächerlich

Dienstag, April 25th, 2006

Heute, mit dem Abstand und der Ruhe einer Nacht, war der Tag gestern eigentlich einer der lächerlichen Sorte. Das hatte schon was von Slapstick. Leider sieht man das immer erst hinterher und nicht wenn man mittendrin steckt.

Danke für Euer Mutmachen - vielleicht könnt Ihr ja heute mit mir über diesen blöden Tag lachen.

Montag

Montag, April 24th, 2006

Es ist Montag. Ein typischer Montag. Mein Urlaub ist vorbei, es ist mein erster Arbeitstag. Ich habe verschlafen, nicht viel, aber so viel, dass es reicht, meinen üblichen Zeitplan durcheinander zu wirbeln. Es war kein Benzin mehr im Tank. Von einem Reifen ließ sich das Ventil nicht öffnen - schlecht, wenn die Sommerreifen erst an diesem Wochenende gewechselt wurden. Mein Schreibtisch war sehr voll von lauter merkwürdigen Dingen. Ein Kollege ist krank. Mein Rechner funktioniert nicht - keine Chance, eine von den 25 Mails zu beantworten, die ich eigentlich beantworten müsste. Zum Glück gibt es Telefon. Eine Entscheidung, die ich nicht zu verantworten haben, stößt bei den Kollegen auf Widerstand. Bei mir auch.

Dieser Tag ist schon mal gebraucht - wo kann ich den umtauschen?

PS Und das Bloggen klappt auch wieder mal nicht. Vielleicht ja wenigstens per Mail. Oder habe ich den Text jetzt fünf Mal im Blog? So ein Mist aber auch.

Mittlerweile ist es fast Abend. Der Eintrag ist noch immer nicht veröffentlicht. Geschrieben habe ich gegen 11.30 Uhr, gemailt gegen 12 Uhr. Dieser Tag blieb bescheuert wie er war und ich bin froh, dass er vorbei ist. Die nächsten Tage versprechen nicht weniger Hektik und nicht weniger Ungemach - da muss man sich erst wieder dran gewöhnen.

Welttag des Buches

Sonntag, April 23rd, 2006

Welttag des Buches
Originally uploaded by wollkistchen.

Ja, an solchen Tagen schlägt mein kleines Buchhändlerinnen-Herz höher und ich hoffe dann immer, der Trend geht zum Zweitbuch.
Ich bekam mein “Zweitbuch” heute geschenkt und habe natürlich gleich angefangen, es zu lesen. Aber nach den ersten zwei Seiten kann ich natürlich noch nicht ganz so viel sagen. Zitieren könnte ich viele der Passagen, weil sie schon ausdrücken, was ich teilweise auch denke, aber das sprengt dann wohl doch den Rahmen hier. Ich finde es aber trotzdem ausnehmend spannend, aus wievielen Perspektiven sich die Amerikanerinnen mit dem Thema “Stricken” beschäftigen.

Für den Topflappen-Knitalong habe ich mich nun angemeldet. Baumwolle dafür habe ich genügend in meinem Vorrat und das wäre dann ja tatsächlich mal richtiger Stash-Abbau. Ich selber mag keine selbst gehäkelten Topflappen, aber ich habe jetzt jemanden gefunden, der sie gut findet und sie wird meine Werke anschließend bekommen. Bin schon gespannt, was daraus wird.

Wie es in der nächsten Zeit mit Fotos sein wird, weiß ich nicht genau. Offensichtlich hat sich die DigiCam nun gänzlich verabschiedet. Die Bilder, die noch darauf gespeichert sind, kann ich zwar über einen Card-Reader noch runterladen, aber neue Bilder wird es dann für eine Weile wohl nicht geben. Und nicht alles lässt sich scannen, wie ein erfolgloser Versuch, Zitronen für die Farbenseite zu scannen, mir schon gezeigt hat. Eine neue Kamera ist zwar schon in Planung, aber gestern sind wir eher erfolglos deswegen unterwegs gewesen. Manchmal muss man auch warten können.