Griesbach-Decke
Freitag, März 30th, 20071990/91 veröffentlichte die Zeitschrift ANNA Anleitungen für eine aufwändig gestickte Decke. Sie bestand aus 49 Feldern, die alle unterschiedlich, auch in unterschiedlichen Techniken bestickt waren. Mir gefiel die Decke und ich entschied mich damals, als alle Anleitungen abgedruckt waren, sie in etwas kleinerem Ausmaß nachzusticken. Meine Decke besteht nun aus 36 Feldern, die mit zwei Reihen Kästchenstich voneinander abgegrenzt sind. Nach einem breiten Rand, der noch mit Mustern bestickt werden soll, endet die Decke mit einem Erbsloch-Hohlsaum, den man aus der Schwälmer-Stickerei kennt.
Obwohl ich das Original-Material bestellt hatte, fiel mein gewebter Stoff völlig anders aus als der des Originals. Ich entschied mich damals, auf alle Techniken zu verzichten, für die man Schneiden oder Stopfen musste, und mich ausschließlich auf Ajour-Stickerei zu konzentrieren.
Allein für den Erbsloch-Hohlsaum und die Einteilung der Felder mit Kästchenstich habe ich schon viele Stunden gebraucht.

Als ich jetzt anfing zu überlegen, mal wieder etwas Hardanger zu machen, fiel mir diese Decke wieder ein. Ich kramte sie wieder raus - irgendwann hatte ich sie lustlos beiseite gelegt. Etliche Felder hatte ich angefangen zu besticken. Jedes mit einem anderen Muster.

Eines der Muster war auch schon fertig. Nun habe ich mir überlegt, auch die anderen Kästchen noch zu besticken. Nach und nach und so, dass man sie zwischendurch schon mal auflegen kann. Das Besticken ist nicht wirklich schwierig, aber halt langwierig und es wird sicher noch eine Weile dauern, bis die Decke endgültig fertig wird.










