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Archive for Juni, 2007

Unkonzentriert ….

Samstag, Juni 30th, 2007



Maschenmarkierer

Originally uploaded by vonstrohzugold.

… bin ich ganz offensichtlich heute. Ich habe erst mit mir gerungen, ob ich das Mystery Tuch mit oder ohne Perlen anfange. Da meine bestellten Perlen aber noch nicht da sind und ich unbedingt anfangen wollte, habe ich auf die Perlen erst einmal verzichtet. Und kam nicht voran. Die ersten Reihen waren einfach, war ja auch noch nichts zu zählen. Aber kaum kamen die ersten Muster war es vorbei. Ungefähr bei Reihe 40 bin ich jetzt, bevor ich wegen dauernder Zählfehler aufgegeben habe. Soll wohl heute nicht sein.
Aus lauter Frust habe ich Maschenmarkierer gebastelt - in Darmstadt habe ich mit Wiebke zusammen die Perlenläden abgeklappert und dort diese wunderbaren Millefiori-Herzen gefunden. Ich liebe diese Art der Perlen und kann nicht genug davon kriegen. Leider kosten die auch immer eine Menge Geld, seufz.
Nun werde ich noch ein Paar Auftragssocken für meine Kollegin anfangen, in der Hoffnung, dass ich nicht auch dort tausend kapitale Fehler einbaue. Zutrauen würde ich mir das heute….

Ein Licht für Christa

Freitag, Juni 29th, 2007



Christa

Originally uploaded by vonstrohzugold.

Liebe Christa,
die ersten und die letzten Jahre Deines Lebens hast Du in Dunkelheit verbracht. Die ersten Jahre, weil Deine Mutter Dich vor den Nazis im Keller verstecken musste, die letzten Jahre, weil Du schließlich erblindet warst. Trotzdem bin ich sicher, dass Du dort, wo Du jetzt bist, die Kerze sehen und ihre Wärme fühlen kannst. Uns wird hier Dein fröhliches, immer heiseres Lachen fehlen und die Art und Weise, wie Du die Menschen, die Du liebtest, immer herzen und drücken wolltest. Die Welt ist ärmer ohne Dich.
Lebwohl, kleine Christa!

Warten

Freitag, Juni 29th, 2007

Um mich von dem traurigen Teil des Tages abzulenken, mache ich gerade noch viele Restepläne. Aus den Sockenwoll-Resten stricke ich ja schon seit längerer Zeit an einer Patchwork-Restedecke - nein, nicht nach Horst Schulz sondern original nach Kristin ;-) Und gerade habe mir überlegt, das ich aus der 6-fach Sockenwolle ja vielleicht einen breiten, großen Schal stricken könnte. Oder ein Tuch? Nachdem ich jetzt meine Wolle so schön sortiert habe, habe ich pausenlos neue Ideen.
Außerdem plane ich, aus 2008 das Jahr der Socken zu machen. Das könnte ich ja schon mal unterstützen, indem ich anfange, auf allen Nadelspielen neue Muster anzuschlagen. Die würden dann alle im nächsten Jahr fertig - oder so. Dabei sollte ich allerdings etwas gewissenhafter sein als in den letzten Wochen, in denen ich immer wieder Socken mit einem neuen Muster begann, ohne mir zu notieren, aus welchem Buch das Muster stammte. Etliche angefangene Socken habe ich schon wieder aufgezogen, weil ich nicht mehr wusste, wie ich weiterstricken musste.

Sagte ich eigentlich schon mal, dass ich Beerdigungen hasse?

Geschafft

Freitag, Juni 29th, 2007

Der Farörer-Schal ist gerade rechtzeitig fertig geworden. Ein Beweisbild gibt es später oder in den nächsten Tagen. Als echte Offenbarung erwies sich übrigens bei diesem Schal die neue Methode des Abkettens, die ich verwendet habe. In der Anleitung stand eine sehr dehnbare, speziell für Tücher geeignete Methode beschrieben und obwohl ich sonst sehr gut zurecht komme mit der Art, wie ich abkette, wollte ich das gerne mal ausprobieren. Und war total überrascht, wie locker und dehnbar dieser Rand nun tatsächlich ist. Nun brauche ich mir auch keine Gedanken mehr über Toe-Up-Socken zu machen, da bin ich jedenfalls immer mit meinem Abketten jedes Mal gescheitert. Nun gut.
Verbraucht habe ich für mein Tuch 208g blaugraue Kauni-Wolle, die zu stricken mir nach langer Zeit mal wieder so richtig Spaß gemacht hat. Jetzt werde ich gleich hoffentlich den ersten Hinweis auf dem Mystery-Shawl ausdrucken und mal schauen, wie realistisch das “Mitstricken” für mich ist. Und sonst gibt sicher der UFO-Korb noch ein paar Projekte her. Wenigstens was Socken anbelangt, hatte ich mich ja in den letzten Wochen die Startitis gepackt.

Edit: Der erste Hinweis ist noch nicht hochgeladen. Schade eigentlich, aber ich habe gesehen, dass noch mehr darauf warten ;-)

Mystery Shawl

Donnerstag, Juni 28th, 2007



Wollrausch2

Originally uploaded by vonstrohzugold.

Hier wirft man einen Blick auf verschiedene, weiche, wunderschöne Wollsorten. Seide, Wolle, Alpaca, hier geht alles durcheinander. Hätte ich mich nicht schon entschieden gehabt, welche Wolle ich für meinen Mystery Shawl verwenden wollte, hätte ich am Wochenende die Qual der Wahl gehabt. Aber ich habe meine Entscheidung noch nicht bereut und freue mich darauf, dass es morgen mit dem Schal endlich losgeht. Genau rechtzeitig werde ich vermutlich heute Abend auch den Faröer-Shawl fertig bekommen. Noch zwei-einhalb Reihen rechte Maschen und abketten. Das sollte ja hinzukriegen sein. Und selbst wenn nicht, ist es kein Beinbruch und am kommenden Wochenende schnell erledigt, auch wenn viele Termine anstehen. Ich freue mich schon :-)

Das Spinntreffen bei Wiebke …

Mittwoch, Juni 27th, 2007



Wollrausch4

Originally uploaded by vonstrohzugold.

… liegt seit ein paar Tagen hinter uns. Es war sehr schön und harmonisch und Wiebke und Klaus haben uns tolle Stunden bereitet. Natürlich war auch wieder ein Wollverkauf dabei, die schönsten und interessantesten Materialien und Farben. Die Auswahl fiel schwer und ich habe einige besonders schöne Dinge in Bildern festgehalten. Wenn ich mir schon nicht alles leisten konnte.
Regenbogen-Wolle liebe ich über alles und daran komme ich auch nie vorbei. Anschließend kann ich mich dann nicht entscheiden, die Wolle zu stricken und die Stränge liegen an meinem Strickplatz und ich schaue sie immer wieder an. Bei diesem Strang wird das wohl nicht anders sein.

Was ist eine vierschäftige Klaviarturgeige?

Montag, Juni 25th, 2007

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Wenn einer eine Reise tut und ein Spinnrad dabei hat, kann er noch mehr erzählen und manchmal auch scheußlich alberne Dinge.
Das verpackte Ashford Joy Reisespinnrad ist eigentlich nicht sehr auffällig. Es blinkt nicht, es piept nicht und die Tasche ist diskret dunkelblau, bei manchen auch grün. Trotzdem wird man immer wieder neugierig angeschaut und immer mal wieder angesprochen, was für ein Musikinstrument man mit sich trägt.
Auf dem Hinweg am Donnerstag stand neben mir in Hannover auf dem Bahnsteig ein sehr merkwürdiger Mensch. Durchaus gediegen gekleidet, erinnerte er mich fatal an einen Vertreter, mit dem ich vor Jahren einmal eine unvergessene Begegnung hatte. Vielleicht hat mich deswegen so genervt, dass er jeden angesprochen hat und mit seinem ungeheuren Mittelteilungsbedürfnis allen auf den Keks ging. Auch mich erwischt es irgendwann zwischen der fünften und zehnten Minute der Verspätungspause. Was denn bitte für ein Musikinstrument ich mit mir führen würde? Er könne sich so keinen Reim auf diese Form machen, aber vielleicht sei es eine Harfe. Nun nackt mich gelegentlich der Schaber und genervt war ich auch und so antwortete ich, ich hätte eine vierschäftige Klaviaturgeige dabei. Ein sehr seltenes Instrument, in Deutschland nicht sehr bekannt, in anderen Ländern durchaus aber öfter vertreten. Er nickt wissend, und meinte sich erinnern zu können, schon einmal davon gehört zu haben. Was denn bitte für Töne dieses wundervolle Instrument machen würde, er hätte es vergessen, und ob es schwierig zu beherrschen sei? Die Töne, erklärte ich ihm, seien surrender und schnurrender Art, sehr sanft und beruhigend. Das Instrument zu beherrschen sei Übungssache, die Grundlagen des Spiels seien an einem Nachmittag erlernbar, vorausgesetzt man sei in der Lage, Hände und Füße unterschiedlich zu bewegen. Als ich dann schon fast laut lachend fortfuhr, ihm zu erzählen, dass es nur wenig Notenmaterial für dieses Instrument geben würde, da endlich merkte er, dass ich nur Späßchen mit ihm machte. Er stutzte, und fragte noch einmal, wenn denn nun wirklich in dieser Ashford-Tasche sei. Als ich ihm sagte, die Wahrheit sei nicht weniger exotisch und in der Tasche sei ein zusammenklappbares Reisespinnrad, da drehte er sich um und ließ mich stehen. Angesprochen hat er dann auf dem Bahnsteig niemanden mehr.

Die Rehabilitation des Klaus L.

Montag, Juni 25th, 2007

Seit 1 1/2 Stunden bin ich wieder daheim. Das Wochenende in Darmstadt war wunderschön und erholsam. Ich habe neue Gesichter kennen gelernt, neue Anregungen gefunden, wenig geschlafen und viele wunderbare Gespräche geführt. Einem ganz besonderen Menschen habe ich ein paar ganz besondere Socken versprochen. Neben dem vielen Spaß, den ich gehabt habe, sind aber auch nachdenkenswerte Momente dabei gewesen, Dinge, über die ich mir nun Gedanken machen werde und Dinge, um die ich mich sorge. Aber es war einfach ein rundum tolles Wochenende.

Im Gegensatz zu anders lautenden Gerüchten, die mir zu Ohren kamen, ist es übrigens bei jenem Ehepaar in Darmstadt mitnichten so, dass man nichts zu Essen bekommen. Klaus, der so wunderbar kochen kann, hat mich pausenlos mit kulinarischen Leckerbissen verwöhnt und fast rund um die Uhr dafür gesorgt, dass es mir an nichts fehlte. Ich habe mindestens eine Millionen Kilo zugenommen in den fünf Tagen dort. Und richtig lecker zugenommen ;-) Danke, Klaus, Du bist einfach wunderbar und wenn es demächst wieder eine Schlange gibt, bei der frau sich anstellen muss, um von Dir geknuddelt zu werden, dann bin ich auch wieder dabei ;-)

Kaum wieder zu Hause erwartete mich leider schon nach zehn Minuten ein Anruf mit einer überraschenden Todesnachricht. Auch darüber werde ich nun erst einmal nachdenken müssen und wenn es hier trotz aller Dinge, die ich erzählen möchte, etwas ruhiger zugeht in den nächsten Tagen, wisst Ihr wenigstens, woran es liegt. Auf dieses traurige Ende einer superschönen Zeit hätte ich gerne verzichten mögen.

Ich bin dann mal weg

Donnerstag, Juni 21st, 2007

… ganz frei nach Hape Kerkeling gesprochen. In ein paar Tagen melde ich mich gut erholt und vermutlich voller Ideen wieder zurück. Zwischendrin werde ich die Gastfreundschaft von Wiebke und Klaus genießen und einige von Euch beim Spinntreffen in Darmstadt persönlich treffen. Ich freu mich schon.
Am Montag Nachmittag bin ich wieder zurück und werde sicher ganz viel zu erzählen haben. Ich wünsche Euch allen genauso ein tolles Wochenende wie ich es haben werde :-)

Gerade gesehen

Mittwoch, Juni 20th, 2007



Wo ist Fred

Originally uploaded by vonstrohzugold.

Fred ist verliebt und verspricht leichtsinnig dem unerträglich nervigen Sohn seiner Geliebten einen besonderen Basketball. Gar nicht so einfach daran zu kommen, denn dieser besondere Ball ist immer den behinderten Zuschauern in der Halle vorbehalten. Kurzentschlossen setzt sich Fred in den Rollstuhl.
Die Verwicklungen nehmen ihren Lauf. Eine Imagekampagne spielt dabei eine Rolle, eine verliebte Regisseurin, ein Pflegeheim und viele Zufälle.
Leider fand ich diesen Film weder geschmackvoll noch witzig noch spannend. Wenn ich nicht nebenbei gestrickt hätte, wäre es absolut verlorene Zeit gewesen. Das ist wohl nur was für eingefleischte Til Schweiger-Fans. Schade.