Monsterparty
Donnerstag, Januar 31st, 2008Hier noch mal der Vollständigkeit halber alle Monster auf einen Blick.
Hier noch mal der Vollständigkeit halber alle Monster auf einen Blick.
Inzwischen ist auch das dritte und letzte Monster fertig geworden. Das restliche Garn hat bereits ein neues Zuhause gefunden und darüber bin ich auch recht froh. Das Monster stricken hat Spaß gemacht, aber ich bin nun auch zufrieden, dass alle fertig sind. Bei diesem hier werde ich die Nase noch mal ein Stückchen höher setzen, das würde ihm sicher gut zu Gesicht stehen.
Trotz allem: sinnfreies Stricken ![]()
Am Sonntag lief im Ersten der neue Tatort. Als Thema hatte er den Mord an einem Pädophilen, der nur ein paar Stunden zuvor aus dem Gefängnis entlassen worden war. Ein beklemmender Krimi, der einen tiefen Einblick in die Gedanken- und Lebenswirklichkeit von Pädophilen lieferte. Für diesen Film hatten die Autoren offensichtlich das Buch von Manfred Karremann gelesen, alle im Film gegebenen Informationen deckten sich mit denen im Buch, zum Teil sogar wörtlich zitiert.
Die Gedankenwelt und die Lebenswirklichkeit von Pädophilen unterscheidet sich in vielen Dingen von dem, was wir kennen. Karremann liefert einen tiefen Einblick in diese Welt, zeigt Vernetzungen und Arbeitsweisen auf. Eigentlich ein Buch, dass Pflichtlektüre werden sollte für alle Eltern von Kindern bis etwas über das Grundschulalter hinaus. Es gibt durchaus Gesetzmäßigkeiten und Möglichkeiten einen sich anbahnenden Missbrauch zu erkennen, wenn man ein wenig auf die Signale seiner Kinder achtet und ihr Umfeld im Blick hat.
Bedrückend empfand ich die gewaltige Vernetzung, die diese Menschen untereinander haben, natürlich vielfach gestützt auf das Internet. Und erschrocken hat mich auch die Uneinsichtigkeit dieser Menschen, die sich auch nach Gefängnisaufenthalten noch immer als die Freunde der Kinder sehen. Therapierbar ist Pädophilie nicht.
Das Buch ist nicht sensationslüstern, bis auf an einer Stelle werden keine sexuellen Praktiken beschrieben. Der Verfasser hatte sich als Journalist in die “Szene” eingeschleust und lieferte im Anschluss an die Recherche der Polizei Hinweise, nach denen Kinder gerettet und ihren ahnungslosen Eltern die Augen geöffnet wurden. Es enthält Hinweise für Eltern, für Polizisten, für Journalisten, eine umfangreiche Adressliste sowohl für betroffene Kinder und Eltern wie auch für Pädophile, die sich Hilfe erhoffen. Ein mutiges Buch.
Das Lesen dieses Buch rief mir wieder einen Internet-Blog in Erinnerung, in dem sich eine Mutter eines gerade schulpflichtig gewordenen Kindes damit brüstet, dass sie wüsste, dass Pädophile bei ihr mitlesen (woher auch immer sie das wissen mag). Gleichzeitig aber stellt sie in unregelmäßigen Abständen immer wieder Bilder ihrer Tochter ins Internet. Über Wetterdaten in ihrem Blog ist es nicht weiter schwierig heraus zu finden, wo sie lebt. Wieviel Leichtsinn muss eigentlich noch sein?
… waren mal wieder fällig. Im Laufe der Jahre hatte ich mir zwei Paar davon gestrickt, aber das viele Tragen hat die nicht besser gemacht. Inzwischen habe ich sie weggeworfen und so mussten neue her.
Ich weiß, dass Sockenbilder doof sind, ich poste ja schließlich auch nicht meine mittäglichen Kartoffeln, lach, aber ich bin da echt gnadenlos
Es werden auch noch mehr Sockenbilder folgen.
Es ist immer noch Winter, auch wenn uns das Wetter in den vergangenen Tagen anderes suggerieren wollte. Und um darauf mal nachdrücklich hinzuweisen, habe ich einen Schneeflocke gestrickt, für die ich die Anleitung im Netz gefunden habe. Mir gefällt sie gut und ich bin am Überlegen, was ich nun damit anstelle. Vermutlich werde ich noch eine Zweite davon stricken und beide zusammen zu einem kleinen Winterkissen verarbeiten. Die zweite Flocke würde ich dann allerdings in der Runde stricken, Näharbeiten an Strickzeugen sind einfach nicht mein Ding. Und die Anleitung lässt sich ganz einfach in Runden umsetzen.
Wunderschöne bunte Millefiori-Maschenmarkierer habe ich am Samstag in der Post gefunden. Superschön und einige sind auch schon im Einsatz. Danke, liebe Silke, für diese zauberhaften Teile. Ich habe mich riesig gefreut.
In der Sendung von Silke waren auch noch weitere, superschöne Glasperlen in unterschiedlichen Formen, Größen und Farben. Ich mag diese Perlen und überlege mir noch sehr gut, was ich damit machen werde. So besondere Perlen brauchen auch eine besondere Verwendung.
Eben bin ich zu meinem alten Layout zurück gekehrt. Das neue wurde in jedem Browser anders und falsch dargestellt und ich bekam die Probleme damit einfach nicht in den Griff. Änderungen wird es hier trotzdem auch in Zukunft immer wieder geben - und neue Experimente mit anderen Layouts. Im Moment fehlt mir einfach die Zeit, mich da mal so richtig reinzuhängen.
Die Woche verging rasend schnell und es ist sogar mal wieder etwas fertig geworden. Was im Einzelnen und warum werde ich im Laufe des Wochenende berichten und zeigen. Ein letztes Monster ist gestrickt, eine Schneeflocke wurde fertig, zwei kleine mysteriöse Teile aus dem Bereich des experimentellen Strickens gibt es zu zeigen. Und wenn alles gut geht, werden an diesem Wochenende auch noch zwei Paar Socken fertig.
Gestern sah ich zufällig, dass der einzige Handarbeitsladen im Ort nun Räumungsverkauf macht. Als wir vor 13 Jahren hierhin gezogen sind, gab es noch zwei Handarbeitsgeschäfte, einen Stoffladen und ein Kaufhaus mit einer entsprechenden Abteilung. Übrig geblieben ist nun nur noch der Stoffladen, der inzwischen ein kleines bisschen Wolle hat. Auch in Bremen haben ganz viele Läden geschlossen, schöne Geschäfte und auch welche, die richtig gut liefen. Schade.
In unserem Laden habe ich gelegentlich auch gekauft. Aber den Anforderungen der modernen Zeiten sind wohl diese Art Geschäfte einfach nicht mehr gewachsen. Englische Anleitungen waren unbekannt, Regia-Sockenwolle in gedeckten Farben war dafür reichlich vorhanden. Fuselgarne und ein paar andere Trendgarne in wenigen Farben. Die Damen, die dort gearbeitet haben, waren sehr nett, ohne Frage und interessiert an dem, was ich so gemacht habe. Der Laden aber war bieder und langweilig. Wundern tut es mich also nicht. Nun denke ich noch einmal darüber nach, doch einen eigenen Laden zu eröffnen, einen Traum, den ich eigentlich vor ein paar Jahren beerdigt habe. Der aber trotzdem noch immer in meinem Kopf rumspukt. Auch wenn ich vermutlich ohnehin in meinem relativ sicheren Job im öffentlichen Dienst bleiben werde.
Die Baumwoll-Pflanze ist eine sehr beeindruckende Pflanze, finde ich. Aus kleinen pelzigen, bohnenartigen Samen wird eine große, gelb-blühende Pflanze. Eine Weile habe ich mal versucht, Baumwolle selber aus Samen zu ziehen. Die Anfänge gingen verhältnismäßig leicht, wenn man sich an die Anweisungen hielt. Das weitere Wachstum der Pflanze aber ging dann bei mir niemals sehr weit. Ich war jedes Mal überfordert mit der unglaublichen Menge an Wasser, die für dieses enorme Wachstum erforderlich war. Und mit dem ungewöhnlichen Topf, den die tiefe Wurzel erfordert. So weit so gut. Ich habe mir dann halt im Internet und auch in der Baumwollbörse in Bremen angesehen, wie der weitere Verlauf der Pflanze aussieht. Und bin jedes Mal wieder fasziniert, wenn ich die Kapseln sehe, die dann irgendwann aufplatzen und ihre watteweiche Pracht zeigen. Aber an diesem Punkt endet dann in der Regel auch meine Begeisterung für die Baumwolle. Nachdem ich früher sehr viel Baumwolle verstrickt habe - schließlich galt ich ja lange, lange Jahre als Wollallergikerin - und Wolle nur kratzig fand, hat sich das Bild inzwischen stark gewandelt. Für Strickarbeiten ist für mich reine Wolle das Material der Wahl, Kunstfaserzusätze akzeptiere ich nur bis zu einer gewissen Grenze, Variationen mit Edelgarnen dürfen es dagegen schon eher mal sein. Baumwolle empfinde ich beim Stricken als hart und störrisch - früher ist mir das nie so vorgekommen. Aber es mag durchaus sein, dass sich da die Behandlungsmethoden bei der Herstellung des Garns verändert haben - oder ich einfach durch die Arbeit mit der Wolle beim Spinnen, Färben, Filzen einfach für banale Baumwolle verdorben bin.
Wie ich jetzt darauf komme? Ich habe mich heute über Mittag mit einer bestimmten Form des experimentellen Strickens beschäftigt. Ich nenne das jetzt einfach mal so, weil ich mich dafür von traditionellen Arbeitsweisen lösen musste und umdenken lernte. Das erste Teil dieser Arbeit habe ich aus störrischer, harter Baumwolle gestrickt - und mich damit abgemüht. Jetzt werde ich gleich nach passender Wolle eben etwas tiefer in den Kisten wühlen und dann das nächste Teil in Angriff nehmen. Was das wird und was ich da ausprobiere, zeige ich Euch in einiger Zeit, wenn es vorzeigbare und erklärbare Ergebnisse dazu gibt. Aber spannend ist es allemal, zumal sich da neue Perspektiven für die Verwendung von Mustern und Strukturen eröffnen. Bleibt neugierig
Gerade habe ich die Anleitung für das Zugsocking-Muster vom April letzten Jahres auf meiner Musterseite hochgeladen. Die PDF-Datei fehlt noch, sie kommt aber mit einem Zählmuster spätestens am Wochenende.
Viel Spaß beim Stricken!
Wenn ich im Moment stricken kann, stricke ich am dritten und letzten Monster weiter. Ein weiteres wird es nicht geben, obwohl ich noch eine schöne Idee dazu hatte. Aber ich denke, es reicht.
Nun habe ich noch Material übrig, dass mit Sicherheit noch für einen kompletten Satz Schokomond-Monster reicht. Weil ich diese Fuselwolle nicht mag, würde ich den Rest gerne weiterverschenken. Möchte jemand von Euch?