Habe ich gestern noch vollmundig verkündet, es ginge hier wieder mehr um Gestricktes, straft dieser Beitrag mich gleich wieder Lügen. Neben dem Stricken habe ich nämlich tatsächlich auch mal wieder genäht. Natürlich kleine Beutel und - natürlich - aus meinem erklärten Lieblings-Zeitungsdruck-Stoff. Das ist so einfach, dass sogar ich das hinkriegen kann, wo doch ansonsten meine Nähkünste eher bescheiden sind.
Von dem Stoff, der eine Zeitlang in unserem kleinen Stoffladen ausverkauft war, habe ich mir jetzt eine größere Menge zugelegt, so zur Vorsicht. Man kann ja nie wissen, wozu man auf einmal ganz dringend Zeitungsdruck-Stoff braucht
Damit sich hier endlich mal wieder was Strickiges tut, gibt es als Anfang noch ein nachzureichendes Bild. Natürlich sind die Reading Mitts schon im Februar fertig gewesen, irgendwie hab ich es nur immer wieder vergessen zu bloggen. (Nein, ganz so war es nicht. Ich hatte die Banderole des Knäuels verlegt und konnte mich nicht mehr an die Farbangaben erinnern. Vor ein paar Tagen ist sie dann überraschend wieder aufgetaucht - als Lesezeichen in einem Buch, dass ich angefangen und dann doch noch einmal beiseite gelegt hatte.)
Mit dem März-Schätzchen tue ich mich ungleich schwerer. Ich habe damit schon drei oder vier Mal gestartet, ohne wirklich von dem Ergebnis überzeugt zu sein. Also habe ich geribbelt und das Garn liegt immer noch als Knäuel in meiner Strickecke. Nun habe ich aber - hoffe ich - endlich das richtige Muster gefunden. Wie auch immer, jetzt werde ich das in Angriff nehmen und egal ob es gefällt oder nicht, dieses Garn werde ich jetzt mit diesem Muster verbandeln. Basta.
Aber zurück zum Februar. Dieses Garn hat mich wirklich überzeugt, nachdem ich am Anfang ja recht skeptisch war. Für Socken ist es ein bisschen zu dick, finde ich und ich hatte von den drei verschiedenen Farben ja auch nur je einen Strang. Aber für Handstulpen ist es ideal und auch den dritten Strang habe ich jetzt dafür ausgesucht. Aus dem Resten werde ich dann noch einmal Stulpen stricken - dann habe ich wohl auch für die nächsten Jahre genügend davon
Projektnotizen Material: C.W.Ewe, Hand dyed for The Mannings by Wool in the Woods, 100% Superwash Wool, 200g/100g, Farbe: Gem Jubilee Nadeln: 3,5mm Verbrauch: 70g Muster: Susies Reading Mitts
Es ist unglaublich, wie sehr einen eine kleine Knopfrückseite mit einem halben Zentimeter Durchmesser außer Gefecht setzen kann. Heute früh von der Hautärztin nach einem fast durchgängig schlaflosen Wochenende als Übeltäter ausgemacht. Eine Kontaktallergie in Kombination mit heftigem Stress kann eben fatale Folgen haben. Aber: es kann nur noch besser werden
… ist inzwischen längst fertig. Den nächsten Clue gibt es Ende dieser Woche. Den Abstand zwischen den Clues finde ich klasse, weil ich damit gut zurecht kommen kann. Inzwischen ist die Maschenzahl ja nun auch schon auf 560 gestiegen und so eine Runde braucht seine Zeit. Das Ende der Fahnenstange ist damit nun ja auch noch nicht erreicht. Clue 3 war - aus welchen Gründen auch immer - eine Herausforderung. Ich habe mich ungewöhnlich oft verstrickt und musste wieder rückwärts stricken. Aber irgendwann war er dann doch fertig.
Beim Lace-Kalender 2010 überlege ich gerade, ob ich nicht ribbeln und neu starten soll. Bisher sind ja erst 3 Muster gestrickt, na ja, Muster 3 habe ich noch nicht fertig. Das wird sowohl mit Perlen wie auch mit Noppen gestrickt und für Perlen ist meine Wolle absolut nicht geeignet. Außerdem ist sie mir für die feinen Lochmuster zu bunt und unruhig gemustert. Erkennen kann man dabei am Ende nichts. Da wird wohl Graf Ribbel mal wieder einer Einladung Folge leisten müssen.
Als “mindless knitting” stricke ich gerade Patches für eine Restedecke. Das geht halbwegs schnell, man muss, auch wenn man müde ist, nicht sehr viel denken und es schafft ein bisschen was von den Wollvorräten weg. Ist natürlich schlecht für die Statistik, weil dort bei mir ein Strickstück ja immer erst landet, wenn es fertig ist. Aber aufs Jahr gesehen gleicht es sich dann wieder aus. Die fertige Decke soll eine Größe von ungefähr 120 x 180 cm haben und aus 24 Patches bestehen. 9 sind inzwischen fertig, Patch 10 ist in Arbeit. Je 4 Patches gehören zu einer Farbfamilie, ich hoffe, dass ich das durchgängig bis zum Schluss hinkriege. Da ich dann sicher noch ganz viele kunterbunte Reste habe (ich verstricke nämlich auch noch vollständige Knäuel) plane ich auch noch eine kunterbunte Decke. Wenn ich bis dahin nicht längst die Nase voll von den kraus rechts gestrickten Patches habe.
Für meine Tauschpartnerin stelle ich jetzt endlich den Fragebogen online. Damit sie weiß, was mir gefällt
1. Hast du eine Lieblingsfarbe? Welche? Meine absolute Lieblingsfarbe ist Rot. Ich ändere aber gerade mein Image und favorisiere jetzt Lila
2. Wie lange strickst du schon Socken? Bist du noch neu dabei? Ich stricke schon seit mehr als 10 Jahren Socken. Neu dabei bin ich sicher nicht. 3. Magst du lieber einfarbige oder selbstmusternde Garne? Im Moment mag ich wieder lieber selbstmusternde Garne. Das war auch schon mal anders. 4. Strickst du mit Sockenwolle oder lieber mit anderen Fasern? Socken stricke ich nur und ausschließlich mit Sockenwolle. Andere Projekte durchaus auch mit anderen Garnen, wobei ich aber merke, dass mir Polyacryl-Anteile immer unangenehmer werden. 5. Wo strickst du gewöhnlich deine Socken, zu Hause auf dem Sofa? Ich stricke immer und überall, nicht nur zu Hause auf dem Sofa. Dort allerdings am liebsten. 6. Strickst du auch unterwegs und worin bewahrst du dann dein Strickzeug auf? Ja, ich stricke auch unterwegs und habe immer irgendwelche Dosen und Tütchen für mein Strickzeug. Manchmal steckt es auch einfach nur so in der Tasche. 7. Hast du ein Lieblingsmuster für Socken? Welches Nein, habe ich nicht. 8. Strickst du deine Socken immer auf die gleiche Weise? Ich habe alle möglichen Techniken ausprobiert und komme immer wieder zu dem alten eingespielten Muster zurück. 9. Welche Stricktechnik würdest du gerne noch ausprobieren? Hm, ich würde vielleicht gerne mal quergestrickte Socken ausprobieren. 10. Strickst du deine Socken auf Rundstricknadeln oder auf einem Nadelspiel? Immer nur mit einem Nadelspiel. 11. Strickst du immer mit dem gleichen Material? Immer mit Sockenwolle. 12. Gibt es ein Garn, das du gar nicht magst? Acrylgarne sind mir ein Gräuel und es wird immer schlimmer damit. 13. Hast du schon mal selber Sockenwolle gefärbt? Ja, das habe ich. Aber wenn ich sehe, was für tolle Sockengarne andere färben, dann lasse ich das lieber und überlasse den Könnern das Feld. 14. Welches Muster würdest du stricken, wenn Zeit und Geld keine Rolle spielen würden? Kein Bestimmtes. 15. Mit welchen Nadeln strickst du am liebsten? Von welcher Firma, aus welchem Material, welche Form? Die Firma ist mir egal, aber 15 cm lange Metallnadeln müssen es sein. Ich weiß, dass Holznadeln für mich viel, viel besser wären, aber ich kann mich dazu einfach nicht durchringen. 16. Welches Garn würdest du gerne noch ausprobieren? Ups, nur die ganz teuren amerikanischen Garne, seufz. Gänzlich jenseits meiner finanziellen Möglichkeiten und eigentlich auch gänzlich jenseits jeder Summe, die ich bereit wäre für Sockenwolle zu bezahlen. 17. Sammelst du etwas? Strickbücher und Wolle. 18. Nascht Du gerne? Und was? Mozartkugeln *träum* und Lakritze
19. Welche Blumen und Tiere magst du gerne? Sonnenblumen und fast alle Tiere. 20. Liest oder hörst du etwas beim Stricken? Was? Nein, weder lese ich noch höre ich. Manchmal schaue ich Fernsehen. 21. Hast du eine Wunschliste bei Amazon? Ja, zu finden ist sie hier. Leider nur teure Titel. 22. Welche Musik hörst du gerne? Querbeet, am liebsten aktuelle Titel. 23. Magst du lieber große oder lieber kleinere Taschen? Ich mag lieber große Taschen, ich trage immer mein ganzes Leben mit mir rum. 24. Und welche Formen magst du gerne? Lieber beutelförmige Taschen. Aber eigentlich ist mir das egal. 25. Gibt es etwas, was du bei Taschen ganz fürchterlich findest und etwas, was bei einer Tasche unabdingbar ist? Nein, gibt es für mich nicht.
Ja, auch bei uns ist er angekommen. Der Frühling. Und allen Vorhersagen zum Trotz schien heute bei uns die Sonne und ich habe den freien Tag genutzt, mein Gesicht eine Weile hinein zu halten. Und es tat gut, das laue Lüftchen, die Wärme und Helligkeit der Sonne. Noch ein paar Grad mehr und es könnte dann bis zum Herbst so bleiben. Wird es aber nicht, ich bin ja realistisch. Umso schöner, dass ich heute mal nicht nur aus dem Bürofenster in die Sonne gucken konnte, sondern sie in echt und draußen genießen konnte.
Stricktechnisch passiert hier gerade wenig. Viel zu viel andere Dinge zu tun und wenn stricken, dann überhaupt mit größeren Projekten beschäftigt. Und vor allem müsste ich dringend mal ein paar Anleitungen schreiben.
Mitte letzter Woche habe ich in aller Eile ein Strickmuster bestellt. Mir gefiel das ausnehmend gut, ich wollte stricken ohne erst lange nachdenken und probieren zu müssen, wollte Angaben zum Material. Tätigte die Bestellung auch unter Zeitdruck, ohne auf die Versandbedingungen zu achten. Und erschrak, als ich dann die Versandkosten sah. 5,70 Euro für eine paar Seiten Papier. Nun ja.
Am Freitag kam ich von der Arbeit heim und fand im Briefkasten eine Benachrichtigung für ein Einschreiben, abzuholen im Postamt. Am Samstag erhielt ich dort einen Umschlag mit eben jenem bestellten Strickmuster. Nun war mir auch klar, warum die Versandkosten so hoch waren.
Aus dem Umschlag purzelten nach dem Öffnen aber nur zwei magere Seiten Anleitung, die dann auch noch aussahen wie eine (Farb-)Kopie von einer Kopie von einer Kopie. Und darüber habe ich mich richtig geärgert. Fühlte mich abgezockt und wusste aber auch, dass ich ein Stück weit selber schuld hatte. Hätte ich mal besser gelesen.
Heute früh habe ich aber trotzdem an den Händler geschrieben, habe mich beschwert über das Misstrauen gegenüber dem Kunden, der trotz Vorkasse noch per Einschreiben beliefert wird und über den Zustand der fleckigen Kopie von der Kopie von der Kopie. Tatsächlich bekam ich eine sehr freundlichen Mail zurück, man hatte mir wohl versehentlich eine Arbeitskopie geschickt statt eines Originals. Und eine Erklärung für die hohen Versandkosten bekam ich auch. Auch wenn ich das weder wirklich glauben noch nachvollziehen kann, so bin ich mit dieser Reaktion doch zufrieden. Und ein bisschen ausgesöhnt mit dem Händler. Aber angesichts der hohen Kosten und der ganzen Umstände werde ich beim nächsten Mal wohl doch lieber selber tüfteln.
Ich mühe mich immer noch ab, möglichst viele meiner UFOs fertig zu stellen. Und begreife inzwischen warum das immer so schlagartig wieder so viele sind. “Anstrickfieber” ist des Rätsels Lösung, auch Startitis genannt. Je weniger Zeit ich zum Stricken habe, desto mehr tolle Anleitungen finde ich und desto mehr neue Ideen entwickle ich selber. Wenn ich dann zu Hause am Rechner sitze und mein Blick auf meine Wollkisten fällt, dann passiert es auch, dass ein Garn aus einer Kiste heraus nach exakt einem ganz bestimmten Muster schreit. Und das möglichst sofort und auf der Stelle. Oder dass sich bestimmte Ideen immer wieder in den Vordergrund mogeln, zu denen das Material in greifbarer Nähe ist. Da dann konsequent zu bleiben, finde ich extrem schwierig.
Wie macht Ihr das denn? Strickt Ihr an oder bleibt Ihr standhaft?
Am vergangenen Donnerstag gab es für die UFO-Strickerinnen den zweiten Teil vom UFO-Mystery. Den ersten Teil hatte alle brav gestrickt *froi* und sie waren gespannt auf den nächsten Teil. Inzwischen sieht das Gestrick mehr als merkwürdig und unproportioniert aus - das ist wirklich Vertrauen gefordert. Ab dem nächsten Teil wird es dann unfotografierbar und erst nach dem fünften und letzten Teil ist wieder erkennbar, was da gemacht wurde.
Natürlich hat das große Raten eingesetzt, was wir da wohl stricken werden. Und meine Favoriten bei Ravelry waren auch gut besucht - schade nur, dass es dort so gar keinen Hinweis gibt. Aber so haben wir alle unseren Spaß, die UFO-Strickerinnen am Stricken und Raten und ich an dem Spaß der UFO-Strickerinnen.
Wer noch mitmachen möchte, muss jetzt schnell sein. Nur noch heute, naja, vielleicht bis morgen früh noch, kann man sich anmelden.
Schon wieder vergessen, worum es geht? Kein Problem: wir tauschen Taschen, gefüllt mit Sockenwolle, einer Anleitung, Nervennahrung und etwas Nützlichem. Die Taschen müssen nicht groß sein, gerade groß genug, dass ein Sockenstrickzeug hinein passt. Und sie dürfen gestrickt, gehäkelt, genäht oder gefilzt sein - so wie Ihr gerade Lust habt.
Nach dem Auslosen der Tauschpartner morgen, gibt es einen Fragebogen und dann habt Ihr bis Ende April Zeit, Eure Taschen vorzubereiten. Zum 1. Mai sollen die Taschen dann bei Euren Tauschpartnerinnen sein. Und Ihr bekommt selber natürlich auch ein Päckchen.
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Wer von Euch ist noch dabei?