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Archive for Februar, 2011

Freunde

Montag, Februar 28th, 2011


Becher

Originally uploaded by vonstrohzugold

Ein paar Tage lang war Mudder Seemann bei einer Freundin in Irland zu Besuch. Hanging out in Ireland. Und weil die liebe Meike eine wirklich ganz Liebe ist, hat sie mir von dort einen Becher mitgebracht. Mit hängenden Schafen.

Hab ganz lieben Dank, meine Liebe. Ich freu mich total und muss jedes Mal lächeln, wenn ich den Becher benutze.

Dankbar

Sonntag, Februar 27th, 2011

Der Mann einer lieben Bekannten ist am späten Mittwochabend aus Libyen ausgeflogen worden. Es sind böse Geschichten, die er von dort mitgebracht hat und er ist sonst nicht zimperlich. Die Anspannung ist noch immer deutlich spürbar. Unser Dank gilt von hier aus den Mitarbeitern der Deutschen Botschaft, die alles mögliche getan haben, die Menschen aus der Krisenregion zu bringen. Und unsere Gedanken sind bei Roland und Annette, die in den letzten Tagen viel durchgemacht haben.

Socken 1/2011

Sonntag, Februar 27th, 2011



Socken1_2011

Originally uploaded by vonstrohzugold

Von diesen Socken gibt es nur ein Sockenrollen-Bild. So Sushi-mäßig. Es ist das Muster, dass ich für Hellas Stricktreffen im Juli entworfen haben. Dann wird es mehr Informationen und im Anschluss an das Treffen auch das Muster zum Runterladen geben. Das Muster ist gut geeignet für Garne, die Streifenmuster ergeben.

Lasst Euch also überraschen.

Von Zugsocking und Pomponschafen, Teil 2

Mittwoch, Februar 23rd, 2011

Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, bei der abenteuerlichen Rückfahrt.
Wie das manchmal so ist im Leben, man denkt, man macht alles richtig, druckt sich Fahrpläne aus, die den ganzen Tag abdecken und plant nicht ein, dass Busse manchmal ausfallen. So standen wir also in Gehrden eine Dreiviertelstunde in der Kälte und der richtige Bus kam einfach nicht. Eine befragte Busfahrerin einer anderen Linie war sehr abweisend, Hilfe war von dort nicht zu erwarten, sie schloss nur die Tür und fuhr ab. Nun gut, langsam dämmerte uns, dass der angepeilte Zug ohne uns heimfahren würde. Um nicht noch länger zu frieren, stiegen wir in eine andere Linie, um bis zur nächsten S-Bahnstation zu kommen. Die Busfahrt über Land war lang - aber auf diese Weise haben wir das Niedersachsen-Ticket wenigstens voll ausgeschöpft - Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
An der S-Bahn-Station angekommen, mussten wir wieder warten. Es war kalt, an dem einzig geschützten Platz war es klebrig, Spaß ist was anderes. Und wir sahen, dass wir auch den nächsten Zug nach Bremen um nur 4 Minuten verpassen würden. Nun ist die Bundesbahn bekanntermaßen nicht die pünklichste. Aber wenn man sich auf eines verlassen kann, dann darauf, dass sie genau dann immer sehr pünktlich ist, wenn man spät dran ist. Mit anderen Worten: das Gleis war leer, als wir ankamen. Oder im Klartext, eine weitere Stunde auf dem hannoverschen Hauptbahnhof.
Um wenigstens nicht weiter frieren zu müssen, ließen wir uns in einem Schnellimbiss nieder (naja, so ne Burger-Bude eben). Dort war es voll und auch nicht wirklich warm, aber Helge (der Fotograf) erbarmte sich und besorgte uns einen Kaffee. Während er anstand, purzelten Fußballanhänger übereinander und ich war mehr als erstaunt, mit welcher Geschwindigkeit eine (gefühlte) Hundertschaft der Polizei auflief. Aber die Situation eskalierte nicht und irgendwann fuhr unser Zug der letzten Etappe entgegen.
Besonders böse hat es Stéphanie erwischt, die als letzte von uns, noch nach Hamburg musste und eine weitere Stunde am Bremer Bahnhof warten musste, weil der angepeilte Zug natürlich ausgerechnet nicht am Samstag fährt. Ob sie da wohl bereut hat, so lange mit uns auf Reisen gewesen zu sein?

Und was war nun mit den Anruf bei Mutti? Immer langsam, kommt jetzt schon noch.
Nun waren wir keine kleine Gruppe, die da unterwegs gewesen ist. Und mit unserer immer fröhlichen Art sind wir durchaus aufgefallen. Durch fortwährendes Stricken natürlich auch. So kommt man also mit Mitreisenden, Vorübereilenden und anderen Menschen ins Gespräch. Häufig wird gefragt, was wir stricken, ob wir ein Strickclub sind, warum wir das machen. Wir wurden fotografiert (und nicht nur von unserem Fotografen) und dieses Mal sogar zum ersten Mal gefilmt. Wer weiß, vielleicht sind wir ja schon längst die Kultstars bei Youtube oder MyVideo?
Die lustigste Bekanntschaft dieser Reise war auf dem Rückweg ein Fußballfan, der sich zu unser aller Überraschung plötzlich auf einen freien Sitz plumpsen ließ. Und als wir dann wussten, wie Hannover 96 gespielt hat, wurden wir auch darüber informiert, dass Mutti auch Socken strickt - und dass “Mann” durchaus weiß, dass die Ferse das Schwierigste an einem Socken ist. Als ich durchblicken ließ, dass ich die jetzt gerade stricken müsste, wurde das Handy gezückt und Mutti angerufen, ob sie nicht einen Tipp habe für 15 Frauen, strickend im Zug, die nicht wüssten, wie man eine Ferse strickt. Leider hatte Mutti keinen Tipp so auf die Schnelle, aber sie lud uns alle ein, dann könne sie uns das zeigen. Damit hatte er natürlich die Lacher auf seiner Seite.
Von hier aus also schöne Grüße an “X-Large” und seine Mutti ;-)
Irgendwann hatte dann auch die längste Reise mal ein Ende und ich war heilfroh, als ich mit meinen Schätzen dann am späten Abend wieder zu Hause war. Aber diese Tour wird mir sicher noch lange in Erinnerung bleiben - und ich denke schon über den nächsten Ausflug nach - wir dürfen nicht wieder so lange warten, bis wir das nächste Mal “Zugsocken”.
Und dann war ja noch das Pomponschaf. Diese wolligen, wolkigen, kleinen Tierchen hatte ich kürzlich im Internet entdeckt, als ich krank zu Hause war. Und ich fand, dass das endlich mal eine lustige Verwendung für diese unsägliche Pomponwolle ist. Leider gab mein Stash nichts her - und dieses Garn war nirgendwo in erreichbarer Nähe zu kriegen. Erst in Hannover fand ich sie dann bei Wolle Rödel. Und nun steht der Produktion von kleinen, flauschigen Schäfchen nichts mehr im Wege. Ist ja auch bald Ostern. Die einfache Anleitung gibt es übrigens hier.

Von Zugsocking und Pomponschafen, Teil 1

Mittwoch, Februar 23rd, 2011



Pomponschaf

Originally uploaded by vonstrohzugold

Am vergangenen Wochenende sind wir nach längerer Pause endlich mal wieder gereist. Zugsocking von Bremen über Hannover nach Gehrden, zu Katja in die Wollbox. “Moment,” werden eifrige Leser jetzt einwerfen, “seid Ihr da nicht schon mal gewesen?” Ja, das sind wir. Aber es hatte uns damals so gut gefallen, dass wir dort noch ein weiteres Mal hinfahren wollten. Und durften.
Gereist sind wir dieses Mal übrigens nicht alleine, sondern wir hatten journalistische und fotografische Begleitung. Und es ist schon ein seltsames Gefühl, in (fast) jedem Moment dieser Reise fotografiert zu werden. Aber sowohl der Fotograf wie auch die Journalistin haben sich von der Stimmung so mitreißen lassen, dass sie nach ganz kurzer Zeit irgendwie schon ganz selbstverständlich dazu gehört haben. Die Reportage über uns wird in einiger Zeit in der Zeitschrift DB-Mobil erscheinen, die kostenlos in allen Fernzügen der Bundesbahn ausliegt. Ich bin schon sehr gespannt.

Wir sind also, um auf die Reise zurück zu kommen, alle an verschiedenen Orten gestartet und der gemeinsame Startpunkt war der Bremer Hauptbahnhof. Von dort sind wir nach Hannover gefahren und haben dort als Erstes den Wolle-Rödel in der Passarelle gestürmt. Die Damen dort haben nicht schlecht gestaunt, als der Laden auf einmal richtig voll war, ein Fotograf Fotos gemacht hat und eine junge Frau neugierige Fragen stellte. Aber mit einem Lächeln haben sie sich dann doch darauf eingelassen. Ich habe dort übrigens den ersten Wollkauf des Jahres getätigt, der im Verlauf dieses Posts noch eine Rolle spielen wird.
Vom Hannoverschen Hauptbahnhof ging es dann weiter mit dem Bus in Richtung Gehrden, wo außer Katja und Arndt noch zwei weitere Strickenrinnen aus Detmold auf uns gewartet haben. Katjas kleiner, aber feiner Laden war schnell völlig überfüllt. Aber wir konnten uns irgendwie arrangieren und gefunden haben wir dort alle etwas. Die eine mehr, die andere weniger.
Reisen und Einkaufen macht nicht nur glücklich sondern auch hungrig und so sind wir alle noch in einem italienischen Lokal essen gewesen. Dort haben wir unsere Schätze vorgeführt und eifrig Pläne für die nächsten Strickprojekte geschmiedet. Blöde nur, dass man mit der Wolle zusammen nicht auch gleich die Zeit für die Umsetzung aller Ideen erwerben kann.

Am Ende dieses ereignisreichen Tages haben wir uns dann auf das Abenteuer Heimfahrt gemacht. Warum das tatsächlich ein Abenteuer war, was es mit dem Anruf bei Mutti auf sich hat und was ein Pomponschaf mit allem zu tun hat, erfahrt Ihr in der nächsten Folge von “Von Zugsocking und Pomponschafen”. Bleibt dran …

Kleine Kinder - kleine Sorgen, …

Donnerstag, Februar 17th, 2011

… große Kinder - große Sorgen.

Das hat meine Mutter früher manchmal gesagt. Und ich habe daran gezweifelt, wenn ich nachts am Bett eines fiebernden Kindes saß oder mit einem hustenden Kind versuchte im Sitzen zu schlafen.Wenn ich Trotzanfälle und schwierige Zeiten auszuhalten hatte, wie man sie eben mit jedem Kind erlebt.
Erst jetzt, so mit gebührendem Abstand, merke ich, dass an diesem Spruch doch was dran ist. Als die Kinder kleiner waren, gab es nur wenig, was man nicht mit ein bisschen Müttermagie und Zuwendung wieder heilen konnte.
Jetzt sind es andere Dinge, die Wunden reißen und von denen man als Mutter weiß, dass sie Spuren hinterlassen werden in den Seelen der Kinder. Dauerhafte.

Und das böse Extra dieser Geschichten: manches fühlt sich auch für die mitfühlenden Mütter dann wie ein böses Dejavu von längst vergangenen und vergraben geglaubten Geschichten an.

Windmillpurse

Dienstag, Februar 8th, 2011


Windmillpurse

Originally uploaded by vonstrohzugold

Wer so wie ich in den 60er und 70er Jahren aufgewachsen ist, kennt sie vielleicht noch: diese kleinen gefalteten Geldbörsen, meist aus Leder und bei fliegenden Händlern zu bekommen. Ich liebte sie als Kind und noch heute wecken sie Erinnerungen an glückliche Tage. Ich hatte lange versucht, so ein Börse aufzuheben, bis sie eines Tages zusammen mit vielen anderen Erinnungsstücken in einen vollgelaufenen Keller zerstört wurde.
Als ich dann kürzlich bei Ravelry eine kleine Strickanleitung für so eine Börse entdeckte, war klar, dass ich das sofort nachstricken muss. Es ist einfach und schnell gemacht, die eigentliche Kunst bei diesem Strickstück ist das Waschen, das Falten und das gründliche Feststecken. Meine Windmillpurse ist ein bisschen größer als die Vorlage geworden und aus einem kleinen Knäuel Regia Kaffe Fasset Sockenwolle gestrickt.

Vermutlich werde ich jetzt wieder Ausschau halten auf Märkten, ob es solche Börsen noch irgendwo gibt.
Edit: Leider gibt es für diese Anleitung nur einen Ravelry-Link. Und dass Ihr den nicht gefunden habt, liegt daran, dass die Börse im Englischen anders heißt:
Pinwheel Purse

Schweinisch

Sonntag, Februar 6th, 2011

Der große Sohn ist inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen worden und erholt sich zu Hause. War er dort mit der Diagnose Lungenentzündung eingeliefert worden, stellte sich einige Tage später heraus, dass er sich den H1N1-Virus eingefangen hatte, im Volksmund wohl besser als Schweinegrippe bekannt. Diesem Virus ist zu eigen, dass er hauptsächlich junge Menschen mit einem schweren Krankheitsverlauf quält. Und Quälerei war es tatsächlich, was ihm dort widerfuhr, nicht nur hohes Fieber machte ihm zu schaffen, auch starke Gliederschmerzen und ein anstrengender Husten, der vor allem für das Gefühl sorgte, der Kopf würde platzen.
Abends, wenn ich das Krankenhaus verlassen musste, verschlechterte sich regelmäßig sein Zustand und ich fürchtete jedes Mal, ich würde mein Kind am nächsten Morgen auf der Intensivstation wiederfinden. Glücklicherweise ist das nicht passiert.
Mittlerweile geht es ihm wieder ganz gut, doch die große Rückfallgefahr ist noch nicht ganz gebannt. Schonung ist angesagt. Besonders ärgerlich, weil gerade die Semester-Klausuren anstehen und er einige nun nicht mitschreiben kann. Ein halbes Jahr Arbeit umsonst - aber die Gesundheit geht vor.

Nach ein paar Tagen am Krankenbett habe ich mich dann hingelegt. Glücklicherweise blieb mir der schwere Verlauf erspart, aber die Symptome hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und Husten blieben auch mir nicht erspart.  Inzwischen, denke ich, bin ich über den Berg. Immerhin denke ich schon mal wieder ans Stricken ;-)

Danke für Eure Anteilnahme und Eure aufmunternden Worte. Da noch andere Dinge in dieser Zeit passiert sind, die mir sehr zu schaffen machten, hat mir das besonders gut getan.