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Archive for Mai, 2011

Fremdgegangen

Montag, Mai 30th, 2011



Lesezeichen

Originally uploaded by vonstrohzugold

Nein, nicht, was Ihr denkt. Nur so basteltechnisch gesehen. Statt Maschenmarkierer zu basteln oder anderes Strickzubehör zu “verkleiden”, habe ich gestern mal Lesezeichen gebastelt. Das hat superviel Spaß gemacht und hat bei denen, die sie schon live gesehen haben, Begeisterungsstürme ausgelöst. Das Foto ist nicht überwältigend, weil es viel zu dunkel ist, aber ein bisschen was kann man doch erkennen.

Ausnahme

Samstag, Mai 28th, 2011

Nur selten verlinke ich hier auf Artikel in anderen Blogs. Die meisten davon findet Ihr nämlich sowieso. Aber dieses Mal mache ich eine Ausnahme und verlinke einen englischen Text, der mich über Twitter erreichte. Er erzählte eine ungewöhnliche Geschichte von einem ungewöhnlichen Experiment mit einer (nicht wirklich) überraschenden Erkenntnis.

DAS gehört zu den Dingen, die mich wirklich nachdenklich machen.

(Nicht nur) einen Sommer lang

Dienstag, Mai 24th, 2011

In ein paar Tagen ist es wieder so weit: wir werden auf den Straßen wieder Autoheckscheiben sehen, auf denen Abi 2011 stehen wird. Meistens halten diese Aufkleber nur einen Sommer lang und werden dann entweder von WOA (Wacken Open Air) abgelöst und verschwinden in den Autowaschanlagen. Gestern sah ich einen Wagen, auf dessen Heckscheibe auch eine Ansage stand. Die aber stand erkennbar schon länger dort und war sogar ergänzt worden. Ich hab mich gefreut, es ist selten dass man solche Aussagen auf einem Wagen findet. Was dort stand? Papa 2007 (und etwas kleiner darunter, weil nicht mehr so viel Platz war) und 2009.

Das würde ich gerne öfter sehen. Und nicht nur einen Sommer lang.

Schon wieder fast vorbei

Sonntag, Mai 22nd, 2011



Flieder

Originally uploaded by vonstrohzugold

Wunderschön und sehr früh hat in diesem Jahr der Flieder in unserem Garten geblüht. Ich habe es genossen, unter dem Baum zu sitzen und das Spinnrad zu treten und es oft gemacht, wie ich es zeitlich einschieben konnte. Inzwischen ist der Flieder fast schon verblüht, aber der Duft liegt noch immer in der Luft, wenn man auf die Terrasse tritt.

Jede Frau braucht eine Göttin …

Sonntag, Mai 22nd, 2011



Venus1

Originally uploaded by vonstrohzugold

… wenn sie selber schon keine ist ;-)

Wenn alle im Bekanntenkreis Göttinnen stricken, kann ich natürlich nicht zurück bleiben. Also habe ich auch ein wenig handgesponnene Wolle rausgesucht und meine eigene Venus gestrickt. Vorbild für die gestrickte Göttin ist die Venus von Willenberg, die 1908 in Österreich bei Ausgrabungen gefunden wurde. Im Gegensatz zur Originalfigur, die mit 11cm relativ klein ist, ist meine Figur deutlich größer, fast doppelt so groß. Die sehr weiblichen Formen hätten bei meiner Figur noch besser ausgearbeitet werden können, aber für mich ist das so okay. Die Anleitung ist einfach nachzustricken, wenn man kein Problem mit englischen Anleitungen hat. Spaß hat das Stricken definitiv gemacht.

Fledermaus-Tuch-Knitalong

Samstag, Mai 14th, 2011



fledermaus

Originally uploaded by vonstrohzugold

Durch Zufall oder eher durch Ravelry bin ich gerade noch über den Fledermaus-Tuch-Knitalong gestolpert und hab mich spontan da angemeldet. Ich habe doch noch so viele alte Wollmeisen-Stränge hier liegen, die auch mal verarbeitet werden müssen. Da ist das doch ideal.
Wenn Ihr auf den Button auf der rechten Seite klickt, kommt Ihr zum Knitalong-Blog.

In die richtige Perspektive

Donnerstag, Mai 12th, 2011

Manchmal versacken wir Menschen in unserem eigenen Elend und sind blind für das, was um uns herum passiert. Ich nehme mich da auch nicht aus. Dann aber wieder passieren Dinge, die uns klarmachen, wie gut es uns doch geht und wie banal unsere albernen Jammereien sind und alles wieder in die richtige Perspektive setzen.

Gestern kam ein Anruf von einem Freund, der uns erzählte, dass er mit dem Motorrad verunglückt ist. Glücklicherweise wurde er nur leicht verletzt, weil er passend gekleidet war, aber eine geplante, gemeinsame Reise kommt nun nicht zustande. Da ist zu verschmerzen, dass seine Lederkluft und das Motorrad völlig hinüber sind. Er lebt und es geht ihm ganz gut. Aber gestern kam auch eine Nachricht von dem Tochterkind, die mit Tränen in den Augen erzählte, dass der Vater einer Schulfreundin ebenfalls mit dem Motorrad verunglückt ist. Er ist ungebremst auf der Landstraße mitten in der Nacht auf einen ungesicherten und unbeleuchteten Anhänger eines Treckers gefahren und in den Straßengraben geschleudert worden. Er starb noch an der Unfallstelle. Zurück bleiben seine Frau und seine drei Töchter, die 19, 18 und 16 Jahre alt sind.

Das sind Momente, in denen man erschreckt, und erkennt, wie gut man es doch hat. Und man sich seiner eigenen, kleinlichen Jammereien schämt.

Berufliches

Dienstag, Mai 10th, 2011

An meinem Beruf mag ich besonders, dass so völlig unterschiedliche Dinge wichtig sein können und man sich immer wieder in die verschiedensten Lebensformen hineindenken muss. Aber manchmal stoße ich an meine Grenzen, wenn ich beispielsweise gerade am Jahresbericht arbeite, mich dann plötzlich, weil es gefordert wird, in die Berichte einer Senioren-Vertretung vertiefen muss, dann ein Kollege kommt und dringend eine Frage zu unserem neuen GPS-Gerät loswerden möchte und ein anderer Kollege eine Hinweis-Mail mit Informationen zur Migration unserer Outlook-Konten schickt und ein Vorleser einen Termin für einen Besuch mit einer Kindergruppen vereinbaren möchte. Das alles innerhalb von wenigen Minuten - sich da wirklich zu konzentrieren ist schwierig.

Jetzt schiebe ich erst mal alles beiseite, mache mir einen Tee und verschiebe den Rest auf Donnerstag - Morgen bin ich nämlich in einer Fortbildung zu wieder einem völlig anderen Thema.

Gerade gelesen

Freitag, Mai 6th, 2011



Föhnlage

Originally uploaded by vonstrohzugold

Zu Weihnachten bekam ich diesen Krimi geschenkt, den ich von selber vermutlich nicht angerührt hätte. Jörg Maurer ist neben seiner schriftstellerischen Arbeit noch als Musikkabarettist bekannt. Und das merkt man dem Krimi deutlich an.
Die Figuren sind schon sehr alpenländisch (so aus norddeutscher Sicht), aber dabei nicht heimattümelnd und vor allem nicht bayrisch-sprechend. (Doch ich mag den Dialekt sehr wohl und verstehe ihn inzwischen auch gut, aber zum Lesen fände ich das trotzdem schwierig.) Die Geschichte ist ungewöhnlich und vor alpenländischer Kulisse eher witzig als übermäßig spannend erzählt. Man kann gut dabei bleiben, immer wieder befreit auflachen und hat seinen Spaß an den skurilen Figuren.
Wer mal einen anderen Krimi lesen möchte, sollte das wirklich mal versuchen.

Gerade gesehen

Freitag, Mai 6th, 2011

Schon längere Zeit habe ich hier keinen Film mehr vorgestellt. Das lag nicht etwa daran, dass ich nichts gesehen habe, sondern daran, dass mich kein Film so wirklich überzeugt hat. Das ist bei diesem Film anders.
Ich war erst gar nicht so sicher, ob ich den wirklich gucken wollte, aber das Tochterkind hat mich dann überredet. Und wir sahen gemeinsam einen “Sport”-Film nach einer wahren Geschichte.
Ein schwarzer, obdachloser, einsamer Junge wird von einer weißen, reichen Familie aufgenommen. Und was wirklich unglaublich klingt, er wird vollständig in die Familie integriert. Er wird zum ersten Mal im Leben geliebt und gefordert und vor allem - respektiert. Mit ganz überraschenden Folgen für die ganze Familie.
Der Film erzählt die Lebensgeschichte des amerikanischen Football-Profis Michael Oher, der noch heute für die Baltimore Ravels aktiv ist. Es ist ein überraschend berührender Film.
Blind Side, das lernt man im Film, ist übrigens der Teil des Spielfilms, der außer Sichtweite des Quarterbacks, des zentralen Angriff-Spielers im Football, liegt. Nicht sichtbar, aber trotzdem ungeheuer wichtig. Wenn man den Film schaut, klärt sich der Zusammenhang.
Fazit: unbedingt ansehen, auch wenn man kein Football-Fan ist :-)