Verlosung
Freitag, Juni 24th, 2011Bei Irisine wird zum 7.ten Blog-Geburtstag handgefärbte Sockenwolle verlost. Wenn Ihr Euch beeilt, könnt Ihr noch dabei sein.
Bei Irisine wird zum 7.ten Blog-Geburtstag handgefärbte Sockenwolle verlost. Wenn Ihr Euch beeilt, könnt Ihr noch dabei sein.
Morgen Abend wird das letzte Mal die Schultür hinter dem Tochterkind zufallen. Damit endet eine Zeit, die immer spannend und oft unterhaltsam war, die aber auch ihre Tücken hatte. Ich bin, das sage ich ganz ehrlich, froh, dass das nun vorbei ist. Auch wenn damit so vieles wegfällt, was bisher unseren Alltag ausgemacht und strukturiert hat und jetzt viele Unwägbarkeiten und Fragezeichen vor uns stehen.
Es gibt kaum ein Thema, dass uns im Laufe der Schulkarrieren beider Kinder nicht passiert ist. Häufige Lehrerwechsel schon in der Grundschule, hunderte, fast tausende ausgefallener Schulstunden ohne Ersatz, Lehrer, die unsere Kinder gefördert haben, Lehrer, die mit beiden nicht zurecht kamen, Ganztagsunterricht, bei denen die letzte Pause um halb zwölf mittags war und der Unterricht ohne nennenswerte Pause mindestens bis halb vier, manchmal bis um sechs Uhr abends ging. Zerfledderte Bücher, fehlendes Unterrichtsmaterial und schlecht vorbereitete Klassenfahrten. Gute Freundschaften, viel zu lachen, viel zu lernen. Interessanter Unterrichtsstoff, langweilige Themen. Abzocke, Mobbing und drei verschiedene Schulen.
Zu vielen Dingen habe ich den Mund gehalten, weil ich wusste, jede Kritik würde nicht mir sondern den Kinder schaden. Und war ich die ersten Jahre noch stark engagiert in Elternvereinen, Fördervereinen und AGs, endete das irgendwann sehr abrupt, weil Schulen und Lehrer durch ihr Verhalten deutlich machten, dass sie Unterstützung weder wollen noch brauchen. Auch eine Art mit den Eltern umzugehen.
Das aber, was die Schulzeiten meiner Kinder am meisten überschattet hat, sind die wirklichen Tragödien gewesen, die die Schulen, die Stadt, den Landkreis erschüttert haben. Die Entführung des kleinen Dennis aus einem nahegelegenen Landschulheim und seine Ermordung. Erst vor ein paar Wochen wurde der Fall endgültig aufgeklärt. Dennis war nicht an unserer Schule, aber das Tochterkind ging mit Klassenkameraden von ihm kurz nach dieser unfassbaren Geschichte gemeinsam in eine Klasse und erinnert sich noch sehr gut daran, was für Szenen sich abspielten, wenn die Klasse erneut auf Reisen ging.
Und natürlich der Mord an einer Lehrerin unserer Schule, der den Schulalltag in den vergangenen eineinhalb Jahren entscheidend und in kaum vorstellbarer Weise verändert hat.
Es ist gut, ein Kapitel ist geschlossen. Ich empfinde das deutsche Schulsystem als sehr verbesserungswürdig, bei mehr als 30 Kindern in einer Klasse ist eine wirkliche Förderung einzelner gar nicht mehr möglich. Vor allem dann nicht, wenn Lehrer auch noch Erziehungsarbeit leisten müssen, die eigentlich schon aus dem Elternhaus kommen müsste, aber das ist noch mal ein ganz anderes Thema. Die Bedingungen, unter denen heute Lehrer und Kinder unterrichten und lernen müssen, sind miserabel, und das fängt nicht erst im Unterricht an, sondern schon beim Betreten der teils sehr maroden Gebäude. Und es endet nicht bei erschöpften, ausgebrannten Lehrern kurz vor der Rente, die den teilweise extrem verwöhnten Ich-lingen unter ihren Schülern nicht mehr viel entgegen zu setzen hatten.
Wenn die Tür morgen das letzte Mal zufällt, haben wir wirklich allen Grund ausgelassen zu feiern. Es ist geschafft.
Fertig sind auch die Thanks-Socken nach einem Muster von Regina Satta. Gestrickt aus einem Drachengarn vom Halloween-Stricken vor mehreren Jahren. Nein, ich habe kein ungutes Gefühl dabei, wenn Wolle hier einige Zeit lagert, bevor sie verarbeitet wird. Das Muster war gut zu stricken, trotzdem würde ich beim nächsten Stricken des Musters einiges ändern.
Im Augenblick bastele ich an der Anleitung für ein neues Sockenmuster, dass es bei Hellas Treffen Anfang Juli geben wird. Erst danach wird es auch über den Musterblog zu bekommen sein.
Ein paar Männersocken in Größe 43. Schon längst in Besitz genommen und heißgeliebt. Gestrickt aus einer recht gut abgelagerten Regia Patch. Graue Socken finde ich ja immer ein bisschen mühsam, aber dieses Garn ließ sich gut verstricken und sieht auch noch gut aus. Bei Gelegenheit müsste ich im Stash mal suchen, ob ich noch mehr davon liegen habe.
Es ist ja mitnichten so, dass hier nicht mehr gestrickt wird. Und es wird auch in Zukunft so sein. Es ist aber so, dass im Moment die Lust zu Bloggen gegen Null tendiert, keine Ahnung, warum das so ist. Vielleicht ist nach so vielen Jahren alles irgendwie schon gesagt?
Wie auch immer. Vor einigen Tagen ist ein neues Familienmitglied in der Familie der Schafe eingezogen. Kurzzeitmesser heißt so ein Ding wohl offiziell. Dieses hat noch keinen Namen, findet aber Anklang hier im Hause.
Manchmal muss es halt auch ein bisschen durchgeknallter sein ![]()
Ameisen finde ich ziemlich eklig. Im Rasen und auf der Terrasse ist das schon schlimm genug, aber ein absolutes No go sind Ameisen im Haus. Damit kämpfe ich in jedem Jahr, mal mehr, mal weniger. Heute habe ich das erste Mal seit wir hier wohnen, fliegende Ameisen im Haus, die in riesigem Gewusel neben der Terrassentür herauskommen. Widerlich, ehrlich. Im alten Haus ist mal ein ganzer Schwarm fliegender Ameisen im Wohnbereich gewesen, den ich nur unter großen Mühen weg bekommen habe. Dieses Mal habe ich das recht früh bemerkt und weil ich da sehr ungnädig bin, greife ich jetzt zur chemischen Keule. Und werde die nächsten Tage bei jeder schwülen Wetterlage angespannt sein und immer mit noch mehr krabbeligen Ekeltieren rechnen.
Ich hasse das ….
Tröstmails sehr erwünscht … *schluchz*
Doch, es wird noch gestrickt, wenn auch zugegebenermaßen wenig im Moment. Fertig geworden, unter viel Geächze, ist aber das Fledermaus-Tuch. Geächze deswegen, weil kraus rechts einfach nicht mein Ding ist und ich es doch immer und immer wieder ausprobiere. Schließlich ist noch ein Tuch in kraus rechts in Arbeit.
Aber nun ist es fertig, gestrickt aus Trekking Handart in der Farbe Batik. Das Garn lag schon eine ganze Weile, ich weiß gar nicht, ob es die Farbe überhaupt noch gibt.
Das Tuch selber ist mir zu klein, es wird also in die Kiste wandern und irgendwann verschenkt. Aber die Form gefällt mir gut und ich habe schon eine ganze Reihe von Ideen, wie man es etwas kurzweiliger machen könnte.
22 Jahre ist es her, dass Du das Licht der Welt erblickt hast. Groß warst Du schon bei der Geburt, jetzt bist noch viel größer und ein ganz wundervoller junger Mann. Ich wünsch Dir von Herzen alles, alles Gute und Liebe zum Geburtstag und dass Du trotz all dem Stress, der noch bis Anfang nächster Woche kommt, Deinen Humor und Dein Lachen nicht verlierst. Ich bin so stolz auf Dich.
… fragte mich das Tochterkind gestern Abend. Auf meinen erstaunten Blick hin, wies sie aus dem Fenster, “schau mal, die Welt ist rosa.” Und tatsächlich, kurz nach Sonnenuntergang am gestrigen Abend lag über allem ein rosafarbener Schimmer. Sehr bizarr sah das aus - und sehr unwirklich. Ein bisschen beklemmend. Schnell angeschriebene Freunde bestätigten den Eindruck, es war also nichts mit vergessener rosaroter Brille. Und auch kein vernebelter Blick. Je dunkler es wurde, desto mehr änderte sich der Farbton in ein dunkles Violett bis schließlich im nächtlichen Grau alles verschwand. Nein, das war definitiv nicht der “normale” Abendhimmel, den man so kennt.
Ich überlege seitdem, welchem Wetterphänomen oder welchem Naturereignis wir dieses unglaubliche Abendspektakel zu verdanken haben.