home

Archive for September, 2011

Blogruhe

Donnerstag, September 29th, 2011

Es ist in den vergangenen Woche hier still geworden. Das liegt zum einen daran, dass das “Real-Life” mich heftig fordert, zum anderen auch daran, dass ich mit vielen Dingen beschäftigt bin, zu denen ich im Moment (noch) nichts sagen kann und darf. Und es liegt wohl auch, Schande über mich, daran, dass ich einfach wenig Lust zum Tücher-Spannen und -Fotografieren habe. Da wäre ja noch das eine oder andere. Ich hoffe, das ändert sich, wenn das Wetter über das lange Wochenende noch hält, dann könnte ich nämlich gut im Garten noch die Tücher trocknen.

Neben den Dingen, über die ich noch nichts sagen darf, habe ich mich in der letzten Zeit erstaunlicherweise viel mit dem Häkeln beschäftigt. Und bin auf Dinge gestoßen, die mir völlig neu waren, obwohl ich durchaus gut häkeln kann. Aber das ist eben doch viel komplexer als ich zu Anfang gedacht hatte. Darüber werde ich in den nächsten Wochen sicher mal berichten, da kommen dann nämlich erstaunliche Dinge ans Licht. Auch wenn die Idee, für die ich das verwenden wollte, inzwischen ganz andere Wege geht und erst noch mal wieder zurück gestellt wurde. Häkeln ist irgendwie nicht das, woran mein Herz so hängt. Für gehäkelte Deckchen habe ich nicht allzuviel übrig, auch wenn ich früher selber welche gemacht habe und sogar wohl noch eines im Wohnzimmerschrank liegt. Gehäkelte Kleidung liegt mir gar nicht, irgendwie ist es wohl noch zu sehr mit den 70er Jahren verbunden, deren Blümchen-Charme an mir verschwendet ist. Aber so die eine oder andere Technik reizt mich durchaus noch mal, auch wenn ich anschließend eher weniger Verwendung dafür haben werde.

Gras im Wind

Freitag, September 23rd, 2011



Gras im Wind

Originally uploaded by vonstrohzugold

Herbstanfang. Nach dem Sommer, der so richtig eigentlich keiner war, kommt nun mit großen Schritten der Herbst. Man riecht es manchmal schon, wenn man morgens das Haus verlässt. Vielleicht sind uns ja in den nächsten Wochen noch ein paar schöne Tage gegönnt.
Diesen Herbst wird es bei mir sehr aktiv zugehen. Da laufen noch so ein paar Projekte, über die ich noch nicht so viel sagen kann, auf die ich mich aber sehr freue. Und es steht noch Besuch ins Haus, den ich kaum mehr erwarten kann und mit dem ich hoffe, ein paar wunderbare Tage an der Nordsee zu verbringen. Das sind doch tolle Aussichten für die kommenden Wochen, oder?

Socken 14 / 2011

Donnerstag, September 22nd, 2011



Socken 14_2011

Originally uploaded by vonstrohzugold

Irgendwie hänge ich mit dem Zeigen der fertigen Werke ein bisschen hinterher. Schon im Sommer wurden diese Socken fertig. Einfach glatt rechts und geradeaus gestrickt aus einer etwas älteren Regia-Wolle, die, wenn ich mich recht erinnere, zum ersten Mal zur Fußball-WM im Jahre 2006 produziert wurde. Die Farben stehen für Brasilien.
Das Garn ist wunderbar zu verstricken gewesen, die Farben gefallen mir gut und ich freue mich ein bisschen, dass ich irgendwann noch mal ein zweites Knäuel gekauft habe. Ursprünglich, um es dann zu verschenken, aber dazu kam es dann nicht. Nun ruht es in der meiner Vorratskiste und wird sicher auch bald verstrickt.

Alles wird gut - irgendwann

Montag, September 12th, 2011

Lange kam mir die Zeit vor, bis die Geschichte mit dem Studium der Tochter endlich in trockenen Tüchern war. Aber nun ist es entschieden, nur die Studienbescheinigung fehlt noch, aber die wird spätestens Anfang nächster Woche hier sein.

Nach den Erfahrungen mit dem Sohnemann hatte ich mir das nicht so schwierig vorgestellt, einen Studienplatz zu finden. Drei Universitäten angeschrieben, drei Zusagen. Begehrtes Kind. Aber: schwieriger technischer Studiengang. Das Tochterkind hingegen bekam auf 13 Bewerbungen eine Zusage im Auswahlverfahren und zwei Zusagen im Nachrückverfahren. Außerdem diverse Zusagen für lediglich ein Fach im Zwei-Fächer-Bachelor-Studiengang. Das half uns aber nicht.

Inzwischen ist alles geklärt. Das Tochterkind wird in Bremen studieren (was sie im übrigen auch gerne wollte, so der Liebe wegen) und nach dem Bachelor die Uni für den Masterstudiengang wechseln. Da gibt es dann keine Zulassungsbeschränkungen mehr und dann gibt es auch in Berlin oder Hamburg gute Aussichten. Jetzt. Wer weiß aber schon, was in drei Jahren sein wird. Aber das schieben wir vorerst beiseite. Und vertrauen darauf, dass alles gut wird.

Socken 13 / 2011

Montag, September 12th, 2011



NordenhamerSocken

Ursprünglich hochgeladen von wollkistchensfotos

Ja, ich schäme mich. Über ein Jahr hat es gedauert, bis der Single vom Nordenhamer Stricktreffen 2010 endlich einen Partner bekam. Dafür gefällt mir das Garn ausgesprochen gut und die Färbung ist klasse. Schade, dass der Strang nun verstrickt ist. Und prima, dass noch ein paar Stränge in meinem Vorrat liegen. Inzwischen gibt es “Schaf am Deich” ja nicht mehr.

Goodbye, Kenny

Sonntag, September 11th, 2011

Let’s all join hands in friendship
for everyone to see.
Remember that a stranger
is just a friend to be.
Hold fast our Hands in friendship
for many years to come.
This friendship ring will always bring
good fun for everyone.

Mit Kenny Reese starb in dieser Woche einer der Menschen, die viel für den Square Dance in Deutschland getan haben. Er wird eine Lücke hinterlassen, die nur schwer wieder zu schließen sein wird.

We’ll miss you, Kenny.

Der 11. September 2001

Sonntag, September 11th, 2011

Am Dienstag, 11. September 2001, war ich im Knast. Ja, tatsächlich. Und neben all den vielen anderen Dingen, ist mir vor allem in Erinnerung geblieben, wie schlecht sich das angefühlt hat. Was für ein blödes Gefühl ich hatte, als der Kollege neben mir sagte, er hoffe, es würde keinen Alarm geben, weil wir dann nicht wieder rausgelassen würden.

Fast auf die Stunde genau, kann ich für diesen Tag vor zehn Jahren noch angeben, wo ich gewesen bin und was ich gemacht habe. Vier Wochen vorher hatte ich nach langer Familienpause wieder einen Job angefangen. Und zum Einstiegsprogramm neuer Mitarbeiter gehörte damals auch, eine Tour mit dem Kurierfahrer zu machen, um alle Zweigstellen kennen zu lernen. Und so fuhr ich mit dem Lieferwagen mit in die verschiedenen Stadtteile, lernte neue Kollegen und die anderen Einrichtungen kennen. Unter anderem eben auch jene im Knast. Eine halbe Stunde und zwei Tassen Kaffee später verließen wir die Justizvollzugsanstalt wieder und wenn ich ehrlich bin, war ich ziemlich erleichtert. Ohne Alarm. Der kam erst später am Tag, aber das ging uns da schon lange nichts mehr an.

Am frühen Nachmittag war ich zu Hause und war gerade am Bügeln, als das Telefon klingelte. Meine Mutter war dran und weinte. Mich durchfuhr es eiskalt, dachte ich doch einen Moment, meinem Vater sei etwas zugestoßen. Aber sie sagte: “Mach den Fernseher an. In Amerika ist etwas passiert, etwas Schreckliches. Lass das nicht die Kinder sehen. Mach das sofort.” Kurz danach legte sie auf, weinend. Ich rannte über den Flur, schloss die Kinderzimmertüren mit den Worten: “Ihr bleibt hier drin und rührt euch nicht vom Fleck, bis ich es euch sage.” Der Sohn war damals 12 Jahre alt, die Tochter 10. Dann rannte ich die Treppe runter ins Wohnzimmer und sah fassungslos zu, was an Sondersendungen im Fernsehen lief. Livebilder aus New York. Irgendwann kamen die Kinder die Treppe hinunter, fragten, ob sie reinkommen könnten. Sahen mich weinend vor dem Fernseher sitzen. Da war gerade der erste Turm eingestürzt und mir war längst klar, dass man das vor den Kindern nicht mehr geheimhalten konnte. Das das ein Tag war, der unser Leben verändern würde.

Seitdem sind zehn Jahre vergangen, in denen wir gelernt haben, mit den Ereignissen zu leben. Zehn Jahren, in denen sich mein ganz persönliches Gefühl von Sicherheit verändert hat. Ich lebe nicht ständig in Angst, denke auch nicht, hier auf dem Land akut gefährdet zu sein. Es ist eher so ein unspezifisches Gefühl von Bedrohung, das wir als Nachkriegskinder vorher gar nicht kannten.

Eine liebe amerikanische Strickfreundin aus einer der Mailinglisten, die ich damals noch las, starb in dem Inferno des World Trade Centers. Ich denke noch oft an sie, aber ich habe irgendwann aufgehört, mir Gedanken über die letzten Minuten ihres Lebens zu machen. Aber noch heute kann ich die Bilder der brennenden Türme nicht sehen, ohne dass mir Tränen in die Augen schießen und ich sie mühsam runterschlucken muss.

Stephen-West-Schal

Montag, September 5th, 2011



West4

Ursprünglich hochgeladen von wollkistchensfotos

Schon seit einigen Tagen fertig, aber - wie üblich - noch nicht gewaschen und gespannt. Aber auch so ist das gute Stück ein echter Hingucker geworden.
Zu Anfang war ich wirklich am Zweifeln, weil Stephen West in meinen Augen nicht nur schöne Designs hat, sondern auch manchmal etwas daneben liegt. Und so ein Mystery-KAL ist dann eben ein gewisses Risiko. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und es ist ja gut gegangen. Beim nächsten KAL von Stephen West bin ich dann auch wieder mit dabei.