Gestern, als mein freier Tag tatsächlich auch ein freier Tag war, bin ich spontan und kurzentschlossen mal nach Bremerhaven gefahren. Ich war lange nicht mehr dort, noch viel länger schon nicht mehr in dieser speziellen Gegend und war schon ein wenig überrascht, wie sehr sich doch dort einiges verändert hat. Vielleicht wird Bremerhaven auf seine alten Tage doch noch ein bisschen erwachsener. Erschrocken bin ich immer wieder darüber, wie heruntergekommen die Stadt aussieht, wenn man aus Richtung Bremen über die Bundesstraße kommt. Aber gut, knapp 15% Arbeitslosigkeit lässt sich eben nicht wegdiskutieren und dann die Hausbesitzer dazu zu bewegen, in ihre Häuser entlang einer Hauptstraße zu investieren, ist wohl fast eine Unmöglichkeit. Und die meisten Besucher Bremerhavens kommen mit Sicherheit über die Autobahn und ihre Zubringer. Aber eigentlich war das gar nicht das, was ich erzählen wollte.
Mein Besuch in Bremerhaven hatte vor allem das Ziel, den kleinen, feinen Wolladen Wollhaven zu besuchen. Mit der Inhaberin Elke hatte ich schon ein paar Mal gemailt und ihr den Besuch versprochen. Und bereut habe ich das Versprechen nicht. Elke hat mich sofort erkannt und wir haben nett zusammen gesessen und einen gemeinsamen Tee getrunken. Sie hat in ihrem Laden ganz feine, sonst in der weiteren Umgebung nicht erhältliche, besondere Garn (z.B. von Debbie Bliss und Noro) und obwohl ihr Laden nicht sehr groß ist, ein unglaublich farbenprächtiges Angebot. Ich durfte in Ruhe stöbern und habe am Ende auch was mitgenommen. Darüber hüllen wir aber jetzt erst mal den Mantel des Schweigens. Zum Teil, weil ich davon einiges verschenken möchte. Und den Rest zeige ich erst nach der Verarbeitung, auf dem Rückweg sind mir nämlich schon die ersten Idee gekommen.
Doch, nach Bremerhaven werde ich jetzt wohl wieder etwas öfter fahren. Danke, Elke.