Gestern Abend war wieder UFO-Stricken. Seit fast 8 Jahren treffen wir uns inzwischen jeden zweiten Donnerstag zum gemeinsamen Stricken. Und der harte Kern ist auch von Anfang an dabei. Natürlich sind die Jahre an uns nicht spurlos vorbei gegangen und die Gruppe ging durch Höhen und Tiefen. Mitglieder kamen und gingen wieder, eine Zeitlang stand die Gruppe auf der Kippe. Aber wir haben uns wieder gefangen, können über die Vorfälle und so manche Geschichte von früher inzwischen lachen. Und wir lachen viel.
Die UFO-Strickerinnen haben schon eine Menge gemeinsam erlebt. In dem Lokal, in dem wir uns jetzt treffen (auch da hat sich in den Jahren so manches geändert), lacht man inzwischen mit uns gemeinsam. Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass es so schwierig ist, einen Platz für ein regelmäßiges Treffen zu finden. Wir kommen sehr regelmäßig, essen immer gemeinsam und halten uns nicht nur an einem kleinen Glas Cola fest. Trotzdem gab man uns in so mancher Gaststätte das Gefühl, eher lästig als erwünscht zu sein. Ich muss das nicht verstehen, oder? Vielleicht ist unter meinen Lesern ja ein Kneipenwirt, der mir das erklären kann.
Zugsocking - kaum ein Thema weckt bei uns mehr Erinnerungen. Wir sind oft gemeinsam unterwegs gewesen und legendär sind inzwischen die Fahrten nach Berlin, wo fast alles schief ging, was bei einer Bahnfahrt schief gehen kann. Aber: der Weg ist das Ziel. Oder die Fahrt nach Gehrden, bei der uns ein Fotograf und eine Journalistin begleitet haben, die einen Artikel für die Zeitschrift DB-Mobil über uns geschrieben haben. Der Gedanke an den Fußballfan auf der Rückfahrt, der seine Mutti anrief, um nach Tipps zum Stricken einer Ferse zu fragen, treibt uns immer noch die Lachtränen in die Augen. Oder die Reise mit Henning Orth, der einen Fernsehbeitrag über uns gedreht hat. Ich bin sicher, die nächste Reise wird nicht lange auf sich warten lassen.
Pläne haben wir noch viele und das ist auch gut so. Diese gemeinsamen Strick-Abende sind eine kleine Auszeit vom Alltag. Erholung pur. Kaum vorstellbar, aber wir empfinden es so. Egal, wie mies man drauf ist, nach einem solchen Abend geht es immer wieder besser.
“Ich weiß nicht, was es ist, aber es lebt” bezieht sich übrigens auf ein Strickstück vom vorletzten Strickabend. Elke vom Wollhaven strickte für ihren Laden in Bremerhaven einen zotteligen Schal für die nächste Schaufensterdeko. Wir haben damit wie die Kinder rumgealbert und sogar die Bedienung in Stagge’s Hotel wurde aufmerksam und schaute mal genauer hin. Als sie fragte, was das sein, schob Elke ganz trocken diese Bemerkung raus und wir haben Tränen gelacht. Wie so oft.
Ich bin froh, dass es diese Gruppe gibt. Das wir uns so gut verstehen und so viel Spaß miteinander haben. Wir tauschen Ideen, Garne und Anleitungen aus. Wir sind eine Gemeinschaft, aber jeder kann so sein wie er ist. Und das ist das, was diese Gruppe ausmacht und sie so wertvoll macht. Danke, Mädels.