Verdorben
Die Baumwoll-Pflanze ist eine sehr beeindruckende Pflanze, finde ich. Aus kleinen pelzigen, bohnenartigen Samen wird eine große, gelb-blühende Pflanze. Eine Weile habe ich mal versucht, Baumwolle selber aus Samen zu ziehen. Die Anfänge gingen verhältnismäßig leicht, wenn man sich an die Anweisungen hielt. Das weitere Wachstum der Pflanze aber ging dann bei mir niemals sehr weit. Ich war jedes Mal überfordert mit der unglaublichen Menge an Wasser, die für dieses enorme Wachstum erforderlich war. Und mit dem ungewöhnlichen Topf, den die tiefe Wurzel erfordert. So weit so gut. Ich habe mir dann halt im Internet und auch in der Baumwollbörse in Bremen angesehen, wie der weitere Verlauf der Pflanze aussieht. Und bin jedes Mal wieder fasziniert, wenn ich die Kapseln sehe, die dann irgendwann aufplatzen und ihre watteweiche Pracht zeigen. Aber an diesem Punkt endet dann in der Regel auch meine Begeisterung für die Baumwolle. Nachdem ich früher sehr viel Baumwolle verstrickt habe - schließlich galt ich ja lange, lange Jahre als Wollallergikerin - und Wolle nur kratzig fand, hat sich das Bild inzwischen stark gewandelt. Für Strickarbeiten ist für mich reine Wolle das Material der Wahl, Kunstfaserzusätze akzeptiere ich nur bis zu einer gewissen Grenze, Variationen mit Edelgarnen dürfen es dagegen schon eher mal sein. Baumwolle empfinde ich beim Stricken als hart und störrisch - früher ist mir das nie so vorgekommen. Aber es mag durchaus sein, dass sich da die Behandlungsmethoden bei der Herstellung des Garns verändert haben - oder ich einfach durch die Arbeit mit der Wolle beim Spinnen, Färben, Filzen einfach für banale Baumwolle verdorben bin.
Wie ich jetzt darauf komme? Ich habe mich heute über Mittag mit einer bestimmten Form des experimentellen Strickens beschäftigt. Ich nenne das jetzt einfach mal so, weil ich mich dafür von traditionellen Arbeitsweisen lösen musste und umdenken lernte. Das erste Teil dieser Arbeit habe ich aus störrischer, harter Baumwolle gestrickt - und mich damit abgemüht. Jetzt werde ich gleich nach passender Wolle eben etwas tiefer in den Kisten wühlen und dann das nächste Teil in Angriff nehmen. Was das wird und was ich da ausprobiere, zeige ich Euch in einiger Zeit, wenn es vorzeigbare und erklärbare Ergebnisse dazu gibt. Aber spannend ist es allemal, zumal sich da neue Perspektiven für die Verwendung von Mustern und Strukturen eröffnen. Bleibt neugierig








Januar 20th, 2008 21:41
boah, ICH bin auf jeden fall höchstgradig neugierig gemacht! du bist unmöglich, wie kannst du nur - ich platze fast. ich glaube, ich muss dir tatsächlich bald mal auf die pelle rücken ;o)
viele liebe grüsse & eine schöne woche, silke
Januar 22nd, 2008 17:27
Huhu Kristin,
mannomann - Du machst das ja wieder spannend…
neugierige Grüße von Heike
Januar 22nd, 2008 21:24
@Cecie: Eigentlich wollte ich Dir das gerade am Telefon erzählen, aber dann waren andere Dinge entschieden wichtiger. Danke für Deinen Anruf, meine Liebe *drückdich*
Januar 22nd, 2008 21:26
@Heike: So spektakulär ist das gar nicht, hoffentlich seid Ihr nicht enttäuscht, lach.
Und außerdem muss ich irgendwie an meine Leser kommen *gg*
Wünsch Dir eine schöne Woche.
Liebe Grüße
Kristin
Januar 23rd, 2008 20:00
öööhm, DU hast MICH angerufen *kicher*
und jzz rück endlich raus! *dichauchdrück* ;o)
Januar 23rd, 2008 20:03
pfffft, wasn mit mir los? ja, doch, ich hab dich angerufen… und astrid flimmerglimmer hat MICH angerufen… und neulich hast du zurückgerufen… ich sollte wohl mal auf alkoholfreien hustensaft umsteigen ;o) *herzhaftlach*