Total versponnen - Fragen für Spinnerte, Teil 1
Wie bist Du zum Spinnen gekommen?
Das Spinnen hat mich schon als Kind fasziniert. Mein liebstes Märchen war Dornröschen. Nicht wegen der Feen und Prinzessin, sondern weil sich Dornröschen an einer Spindel stach. Spinnräder zogen mich magisch an. Leider stellte man damals auch eine starke Allergie gegen Wolle (genauer gegen Island-Wolle) bei mir fest und lange Zeit schien es, als würde das Spinnen nur ein Traum bleiben. Baumwolle, so sagte man damals, könne man auch spinnen, aber es sei sehr schwierig und lernen könnte man Spinnen nur mit Wolle.
Dann aber kaufte sich eine wollverrückte Freundin ein Spinnrad. Und gemeinsam fuhren wir zu dem kleinen Ort in der Nähe und besuchten die Händlerin in ihrer Werkstatt. Umgeben von Unmengen Wolle passierte mir nichts. Gar nichts. Und im Gespräch klärte sich dann des Rätsels Lösung. Nicht gegen die Naturfaser war ich allergisch, sondern offensichtlich gegen das Mittel, mit dem eben jene Islandwolle gegen Motten behandelt wird. Danach dauerte es nicht mehr lange, bis ich mein erstes, noch ganz preiswertes Spinnrad geliefert bekam und bei der Freundin das Spinnen lernte. Auch mein Traumrad war bald gefunden und ich bestellte es mir, ohne je darauf gesponnen zu haben. Heute weiß ich, wie mutig das war. Aber das Rad passte zu mir und wir harmonieren gut. Inzwischen habe in vier Spinnräder, eines davon ist immer auf Reisen und verliehen. Auch wenn ich nicht oft am Spinnrad sitze, könnte ich mir ein Leben ohne ein solches Rad nicht mehr vorstellen. Ich habe beim Spinnen etwas gelernt, was man gut eine “Lektion für Leben” nennen könnte.
Toll, dass es jetzt auch Wollschaf-ähnliche Fragen zum Theme Spinnen gibt. Gefunden habe ich das hier und vielleicht mag ja auch die Eine oder Andere noch darauf antworten.







